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Bach komponirte Motette*): „Ich lasse dich nicht“. Hier intonirtder erste Chor —
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und der andre wiederholt; der erste giebt einen zweiten, drittenSalz, der andre wiederholt, stets nach dem Schlüsse des ersten undwörtlich. Der vierte Satz wird auch noch gesondert, aber unvoll-ständiger wiederholt; erst viel später greifen die Chö're in einander.
Ein zweites ähnliches Beispiel entlehnen wir einem Kyrie vonG. H. Stolzel für Doppelchor mit Begleitung des Streichquartettsund der Orgel. Nach einer Intonation des Kyrie durch beide ver-einte Chöre mit Zwischenspiel des Orchesters, die uns hier nichtsangeht, intonirt der erste Chor diesen kanonischen Salz —
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in Unlerquinte und Oktave. Y r on -J- (Takt8 in No. 510) au tritt nun ingleicherweise mit demselben Kanon der zweite Chor zu, so dass seinDiskant den des ersten Chors, sein Alt den ersten Alt ablösl, und sofort. Es bildet sich also hiermit ein unendlicher Kanon, nur, wie hier
*) J. Seb. ßacli’s Motetten, in Partitur bei Breitkopf und Härtel, Heft I,No. 3. Von Seb. Bach ist diese oben erwähnte Motette gewiss nicht; wahr-scheinlich, wie gesagt, von Johann Michael.
Marx, Komp. L. III, 3. Aufl.
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