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wird Fugentbema werden, der Ausruf „Halleluja“ wird Gegensatzund Zwischensätze, — vielleicht auch blos einen Anhang bilden;vom Hauptsatze selbst können wir nach Umständen die Worte „inEwigkeit“, ja sogar den ganzen Schluss, „über uns in Ewigkeit“,loslösen und in den Gegensatz statt in das Thema stellen.
Aehnlich verhält es sich mit dem Sanctus (Jes. 6, 3), —
1. Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zehaolh,
2. alte Lande sind seiner Ehre voll!
in dem die mit 1. bezeichnete Partie sich als Einleitung zu der mit2. bezeicbneten darstellt. Die letztere ist, da sie das Bestimmtereaussagt, oder wenigstens die weitere und schliessende Ausführungder ersten giebt, als Hauptsatz oder wenigstens als Beschluss undinsofern Befriedigung des Ganzen anzusehn und kann Fugenthemawerden. — Im Messentexi folgt übrigens noch das Osanna in excel-sis und wird zur Fugirung benutzt.
Es muss einleuchten, dass auch hier das Studium und die Auf-fassung, die erste Einrichtung des Textes von entscheidender Wich-tigkeit sind. Allerdings lassen viele Texte, — wie unsre Beispieleselbst schon zeigen, — mehr als eine Auffassung und Einrichtungzu; allein daraus folgt keineswegs, dass jede gleichbedeutend unddass jede richtig sei. Was man auch von jenen in No. 460 und461 aus dem Stegreif gegebnen Auffassungen der Worte
Verlass mich nicht, Herr, mein Gott, sei nicht ferne von mir,und
Verlass mich nicht, Herr, mein Gott,
als Fugenthemate urtbeilen und wie man sie auch anders kompoui-ren möge (vorausgesetzt, dass man nicht absichtlich die eine stärkt,die andre schwächt, sondern ehrlich und unbefangen sich dem Wort-gehalt und der Stimmung überlässt): immer wird der breitere Textzu einem fliessendern und beweglichem, der enger zusammengefasstezu einem scharfem und energischem Thema führen — und es wirdkeines von beiden absoluten Vorzug behaupten können; jenachdemdie Stimmung und der Sinn des ganzen Werks sich erweisen, wirddas eine oder das andre das rechte sein. Welche Kräfte man auchzur Komposition milbringe, stets wird bei der Auffassung des117. Psalm (S. 483) die zweite Partie Hauptsatz und — wenn eineFuge eintreten soll — Fugentext werden müssen. Wollte man esumkehren, so würden erstens die allgemeinem Aeusserungen derersten Partie keinen prägnanten Anlass zu einem Thema, — dasheisst zu einem bestimmten und durch Bestimmtheit karakte-ristischen und wichtigen Kernsatze, — geben; zweitens würdeder Text zum Thema durch Spaltung in zwei Dasselbe aus-sprechende Abschnitte unkonzentrirt erscheinen und die energischeKomposition eines einheitvollen Thema’s — w r enn man dem Sinn der