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mich nicht, Herr, mein
Verlass mich nicht, Herr, mein Gott, sei nicht fer-ne von
fer - ne
mir, sei nicht fer - ne
gestalten. Diese Auffassung ist auch für den Text die schärfereund energischere, da dessen zweite Hälfte nur die schwächereWiederholung der ersten ist.
Hier hing es von uns ab, wie wir den Text auffassen und ver-theilen wollten; in andern Fällen tritt die Nothwendigkeit einerEinteilung schärfer hervor. So im Psalm 117:
1. Lobet den Herrn, alle Heiden;
2. preiset ihn, alle Völker!
3. Denn seine Gnade und Wahrheit waltet über uns in Ewigkeit,Halleluja !
Hier versteht sich von selbst, dass schon nach äussernt Maassenicht der ganze Text Fugenthema werden kann. Prüfen wir ihnnäher, so findet sich, dass er wenigstens aus zwei wohl unter-schiednen Partien besteht; die erste (mit 1., 2. bezeichnete), die denAufruf zum Lobgesang, — die andere (mit 3. bezeichnete), die dasvon Gott hier Gepriesene oder zu Preisende, den Grund zum Lob-gesang, enthält. Die erste Partie zerfällt ferner, wie die Nummernandeuten, abermals in zwei denselben Gedanken wiederholende Ab-schnitte. Von der andern Partie ist aber ebenfalls der Jubel- oderFeierruf „Halleluja“ auszuscheiden; ja, wir können, sobald wirwollen, auch noch die Worte „in Ewigkeit“ vom Hauptsatze tren-nen, ohne dessen Sinn zu stören oder wesentlich zu beeinträchti-gen. Wie sollen wir nun diesen Text behandeln?— Wir werdendie erste Partie als blosse Einleitung zum Hauptsalz aufzufassenhaben; der Kern des Hauptsatzes —
„Denn seine Gnade und Wahrheit waltet über uns in Ewigkeit“
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