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Hiermit haben wir nun die Erfodernisse des Fugentextes imAllgemeinen in das Auge gefasst, uns aber auch wieder über-zeugt, dass erst das tiefere Eingehen, die Prüfung jedes einzelnenTextes genügende Belehrung und Förderung verspricht. Dahertreten wir denn aus dem abstrakt-Theoretischen wieder auf denStandpunkt des Komponisten.
Nicht immer soll — meistens kann nicht der zurFugenkomposilion ausersehne Text alleiniger Inhalt der Fugesein, so wenig wie in den abstrakten Uebungen oder der Iustru-mentalkomposition das Thema mit seinen Motiven jedesmal denInhalt für die ganze Komposition hergeben kann und soll. Viel-mehr finden wir die Mehrzahl der Texte, die zur Fugenkom-position veranlassen, entweder zu ausgedehnt, oder mit Vor- undBeisätzen verbunden, die zwar nicht zu entbehren, doch aber nichtso eng mit dem Hauptgedanken verbunden sind, dass sie mit jenemin das Fugenthema treten müssten. Alles nun, was vom Textenicht auszuscheiden, aber auch nicht für das Fugenthema selbstzu gebrauchen ist, findet seine Anwendung
1) im Gegensätze,
2 ) in den aus Thema und Gegensatz sich entwickelndenZwischensätzen,
3) in besondern zur Fuge selbst gar nicht gehörigen Ein-leitungs-, Schluss- und fremden Zwischensätzen.
Betrachten wir z. B. den nachstehenden aus Psalm 38, 22 genom-menen Text:
Verlass mich nicht, Herr, mein Gott, — sei nicht ferne von mir,so könnte derselbe seiner Ausdehnung nach gar wohl vollständig indas Fugenthema treten, mau könnte ihn vielleicht so —
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setzen. Sollte die Stimmung eine leidenschaftlichere sein, sowürde schon das Thema gedrängtere Gestalt annehmen müssen, unddann wär’ es rathsam, schon den Text zu theilen, seinen zwei-ten Abschnitt für den Gegensatz zu bestimmen; es könnten z. B.Thema und Gegensatz sich folgendermassen —