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2. Ausdehnung des Textes für ein Fugenthema.
Schon bei der rein-musikalischen Erwägung des Fugeuthema’smussten wir zu weite Ausdehnung ablehnen, konnten uns aberallerdings einem blos äusserlichen Messen nicht unterwerfen, einäusserliches Gesetz, — wie lang das Thema sein müsse oder nichtsein dürfe, — weder geben noch anerkennen. Dasselbe Verhältnisstritt bei dem Fugenlext ein.
Wir können sehr leicht aussprechen: ein Fugentext müsse langgenug sein, um einem Fugenthema zur Grundlage zu dienen, — undnicht so lang, um zu einer ungünstigen Ausdehnung des Thema’szu nölhigen. Den allgemeinen Grundsatz wird man für wahr aner-kennen müssen, aber zugleich für unzulänglich. Denn es fehlt ihmnicht nur jede nähere Bestimmung und muss ihm fehlen, weil eskein absolutes äusserliches Maass für das Thema (Th. II, S. 244)giebl; sondern es kann durch die Behandlung des Textes, wie wirgleich sehen werden, einem an sich selber ungünstig oder unbrauch-bar erscheinenden Texte gar viel abgewonnen werden.
Sehr oft ist das eine Wörtchen
Amen!
oder sind die Gebetrufe
Kyrie eleison , —
Ctiriste eleison , —
Halleluja, —
fugirt worden, die freilich in nackter Uebertraguug nur zwei, vier,sieben Noten ergeben würden, die aber, wie man sogleich sieht, im,, Singen“ (S. 461) oder durch Wiederholung zu genügender Ton-gestalt — man betrachte nur das Amen-Thema am Schlüsse vonHände 1 ’s Messias —
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ausgeführt werden können. Auf der andern Seite haben sich auchsehr umfassende Texte behandelbar erwiesen, z. B. der nachstehendeebenfalls aus dem Messias.
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hier einer gewichtigen Kunstform zum Abschluss eines Abschnittes der Messebedürfen und jenen Satz gern dafür benutzen, da es nicht unstatthaft erscheint.Marx, Komp. L. III. 3 . Aufl. 31