Druckschrift 
3 (1857)
Entstehung
Seite
478
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sich, wenn auch mit ein Paar Abweichungen vom Entwurf, ausfül-len Hessen. Dass das diatonische Motiv aus den vorhergehendenBetrachtungen in dies kleine Fragment übergegangen, ist wie des-sen innerer Werth gleichgültig; es sollte nur den einzig nöthigenFingerzeig für die Weise des Entwerfens und Ausführens geben.

Zweiter Abschnitt.

Der Text zu einer einfachen Fuge.

Wie früher, so führt uns auch hier die Choralfiguralion zurFuge. In jener ist der Choral, in dieser ist das Thema der festeGedanke, aus dem und um den sich die Komposition gestaltet.

Dieses Thema war bei der abstrakten Fuge und ist bei allenInstrumentalfugen durchaus unsrer freien Erfindung oder Wahl an-heimgegeben. In der Singfuge muss es, wie sich von selbst begreift,vom Text angeregt werden, es setzt das Thema sowohl, wie dieganze Singfuge einen Text voraus, der in ihr Musik werden undzwar Fugengestalt gewinnen soll.

Folglich muss umgekehrt ein zur Fugenkompositiou bestimmterText auch für dieselbe geeignet sein, wofern wir nicht bei seinerBehandlung in mancherlei Unannehmlichkeiten gerathen oder schei-tern sollen. Die nächsten Aufklärungen giebt uns die Anschauungder Form selbst.

Die einfache Fuge hat bekanntlich ein Thema und ausserihm einen Gegensatz nölhig, der aber schon aus dem Themaselber genommen sein kann. Ausserdem kann in den Zwischen-sätzen und am Schlüsse noch ein neues Motiv, ein neuer Satz