Druckschrift 
3 (1857)
Entstehung
Seite
456
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Andante.

Ich rn - fe zu Gott, dem Al - 1er - hoch - slen.

ist dies in einer dem Sinn des Wories wenigstens nicht widerspre-chenden Weise geschehe ; der Rhythmus des Textes ist beobachtet,durch taktischen und tonischen Accent treten die Accente desselbenhervor, das ,,zu Gott wird wenigstens in der Hauplstimme betont.Dagegen ist jenes Beiwort,dem Allerhöchsten, nur eben hinge-sprochen; es sinkt, statt uns mit sich zu erheben. Die Unterstim-men sind ohne selbständigen Inhalt.

Beseitigen wir vor allem jene Schwäche des Redeausdrucks.Hier

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zu Gott, dem Al-ler - hüch

Q)

strebt die Oberstimme empor zur Mittelstelle des vorher (No. 431)versäumten Ausdrucks, während Bass und Tenor das vergleichende

Vorwort,dem Aller -höchsten, hervorheben. Noch sind die

Stimmen, zumal rhythmisch, an einander gebunden; aber schon gehensie in der Betonung und damit so zu sagen in der Auslegungjenes Beiworts aus einander, sie geben zwei Rede- und Aul'fas-sungsweisen statt der einen im ersten Satze.

Allein wir müssen schon zu unsrer ersten Auslegung des Tex-tes zurück. Nicht jenes Beiwort, sondern dass wir unszu Gott!wenden, das ist der Kern des Satzes. Ob man nun dieses Haupt-wort in höherer Erweckung treffender, nachdrücklicher, innigeraussprechen könne, als oben geschehn, und wie? das bleibehier ganz bei Seite. Genug, uns hat es sich jetzt so und nichtanders ergeben, und wir bleiben dabei. Gleichwohl haben wir dieAngemessenheit nachdruckvollern Ausdrucks einmal erkannt; esbleibt also nichts übrig, als durch Wiederholung zu erlangen, wasin unserm ersten Zuge weniger genügen mag.