437
j -* -=tZ~3% ct ,-Jt 9 *-\
-i- |-t-
-j-v_ fl
- -Ä-l—
w r f CT * 4 -r * p 1
r p r r 4 p
' \ b * 1 j 1 1
Ich ru-fe zu Gott, zu Gott, dem Al ler-hoch
-J. fs >1 > J J. I
—— 4 4 — — - 4 -i -d
1
sten.
1
rt .
'1* I, , 3 1
T r
. Str- r J _ p “T r _ z~T * •
• rvr - r '
{w» /- • h & t • r t 1
r t . r i ^
Hier ist das „zu Gott“ wiederholt, und zwar mit einer Steige-rung in der Hauptstimme, der ganze Satz wird dadurch zu höhererErhebung bewogen und den Stimmen ein erregterer Gang eigen; obbei dem „Aller-höchsten“ nichteine ruhigere Fortschreitung, z. ß.
zu Gott
dein Al
hoch.
sten.
> i rj
m _ * _•*
erwünschter sei, bleibe dahingestellt.
Allein eben hier, wo das Wort, das wir für den Kern desGanzen erkannt, durch Wiederholung bekräftigt werden soll, kommtdie Unzulänglichkeit oder Unwahrhaftigkeit des homophonen Satzesfür den Chor an den Tag. Wenn bisher alle Stimmen mit einanderden Text nur so hinsprachen, wie es jeder gegeben tvar: so konntedas gelten, weil der Text für jede derselben gleichen Antheil —und darum auch gleichzeitigen gewährt. Nun aber soll ein Momentdurch Wiederholung bekräftigt werden. Ist das durchaus nothwen-dig? Nein; nur dann ist es recht, wenn eine höhere Erregtheiteintritt. Dies aber kann bei einer Stimme geschehn, bei der an-dern nicht, bei einer früher, bei der andern später; ja, es ist na-turgemäss — und zugleich die reichere Anschauung, dass Stimmenvon verschiednem Ixarakter hierin sich unterscheiden. So sehnwir in diesem Satze: