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in schön geführten, aber durchaus homophon bei einander bleibendenStimmen gesungen. Da hat der Text der zweiten Strophe, diesesSterben — ist mein Gewinn'.
den Sänger tief ergriffen, Stimme auf Stimme fällt mit schmerzlich-sehnsüchtigem Verlangen in das Wort „Sterben“, das ihr der Rufzur Seligkeit ist. Wie hier jede gleichsam mit langem verlangen-dem Hinblick auf dem „Sterben“ weilt, wie sich der ersten Stimmedie zweite, dieser die dritte anschliesst in den tiefem Septimen, end-lich der Bass gegen die drei vorhaltenden obern Stimmen eintrittund das eine Wort im Dominantakkorde weiter verlangend ausklingt,dann der Gesang so lieblich schmeichelnd weiter geht: — das allesist so einfach und so tief empfunden, dass man aus technischem Punktebezweifeln mag, ob hier überall von Polyphonie die Bede sein könne,während aus liöherm Gesichtspunkt angesehn doch jede Stimme imtiefsten Gefühl wie frei und allein auftritt und sich zum Ganzen fügt.
Werfen wir zuletzt noch einen Blick auf nachstehendenChor aus Bach’s Matlhäi’scher Passion, —
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