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dem Inhalt nach musikgünstigslen Gedichte Goethe’s erscheinenaus diesem Grund’ unerlässlich für einfache Liedkomposition; z. ß.das glückselige Mailied, —
Wie herrlich leuchtetMir di e Natur !
Wie glänzt die Sonne!
Wie lacht die Flur!
das für feuriges Entzücken beflügelten Einherschritt verlangt, unddem Komponisten zu einem Strom von Lust und Wonne nur wenigAugenblicke gönnt.
Die Geeignetheit eines Gedichts einmal vorausgesetzt, bestimmtseine Form auch die der Komposition. Der vorstehende Vers mitseinen zweimalzwei Zeilen bedingt offenbar zwei Sätze (oder Vor-der- und Nachsatz) in der Komposition. Ein anderes Gedicht vonGoethe, der Abschied, —■
1 .Lass mein Aug’ den Abschied sagen,
Den mein Mund nicht nehmen kann!
2 .Schwer, wie schwer ist er zu tragen!
Und ich bin doch sonst ein Mann.
fodert ebensowohl zwei Sätze, deren jeder (oder der zweite) sichwieder in zwei Abschnitte gliedert. Dieselbe Eintheilung im Gros-sen bedingt der Musensohn, —
1 .Durch Feld und Wald zu schweifen,
Mein Liedchen wegzupfeifrn,
So geht’s von Ort zu Ort!
2 .Und nach dem Takte reget,
Und nach dem Maass bewegetSich alles in mir fort.
dessen erster Satz in drei, dessen zweiter ebenfalls in drei oderzwei Abschnitte zerfallen dürfte. Zuletzt das Gedicht au Luna —
1 .Schwester von dem ersten Licht,
Bild der Zärtlichkeit in Trauer !
Nebel schwimmt mit SilherschauerUm dein reizendes Gesicht;
2 .Deines leisen Fusses Lauf
Weckt aus tagverschlossnen HolenTraurig abgesehiedue Seelen,
Mich und nächt’ge Vögel auf.
zeigt wieder zwei Sätze, der erste von zwei Abschnitten und wie-derum der erste Abschnitt von zwei Gliedern gebildet, während derzweite Satz keinen oder nur einen Einschnitt lodert. Gedichte vonfünf Strophen, z. B. Goethe’s Märzlied, —
Es ist ein Schnee gefallen,
Denn es ist noch nicht Zeit,
Dass von den Bliiinlein allen,
Dass von den Blümlein allenWir werden hoch erfreut.