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Von der allgemeinen musikalischen Slimmung, die bei jedemRezitativ vorausgesetzt wird, bis zu einer bestimmtem und darumauch bestimmtere musikalische Gestalt lodernden Stimmung ist oftnur ein kleiner Schritt. Daher treten kleine Regungen dieser Arthäufig mitten im Lauf eines Rezitativs gleichsam unabsichtlich her-vor, z. 13. in No. 409 bei dem Wort „Wüste“ und noch bedeu-tender im dritten Takte. In den meisten Fällen aber wird erstdurch den Verlauf und daher am Schlüsse des Rezitativs die Slim-mung zu festerer Form erhoben, und erst diese Sätze pflegen durchden Namen Arioso ausgezeichnet zu sein. Als Beispiel stellen wirhier das Arioso zu dem in No. 409 gegebnen Rezitativ her. —
Dass die Vermahnung des Rezitativs zu festester Zuversichthinleite, dass diese Zuversicht im Prediger zuletzt sich unerschüt-terlich und mächtig erweise, ist so natürlich, als dass sie dannauch in der Musik feste Form annehme. So bildet sich also mitNothwendigkeit der Salz von Anfang bis in den dritten Takt aus,dessen Tonfolge zwar im Allgemeinen dem Wortausdruck so getreufolgt, wie im freien Rezitativ, aber schon durch scharfe Ge-messenheit des Taktes und das rein-musikalische Tonmotiv bei demWort „verbinde“ über die Gränze der blos zur Musik erhobnenRedeweise (des Rezitativs) hinausgeht. Dieser Satz wird ganzund Theile von ihm werden noch zweimal wiederholt. Auch dienatürliche Rede kennt Wiederholungen und das freie Rezitativ kannsie nachbilden. Aber sie sind weder so umfassend, noch bedürfensie der Mehrmaligkeit; denn die Rede ist schon ohnedem sicher, injedem Wort ihres Inhalts schnell und deutlich verstanden zu wer-den, während die Gemüthstimmung sich auslassen, voll ergiessenund an ihrem eignen Ausdruck ersältigen will, mithin — wo sie
Marx, Komp. L. III. 3. Aull. I&7
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Arioso
Dass Christi Geist mit dir sich fest ver-bin
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Chri-sli Geist mit dir sich lest
dir sich lest ver-biii
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dir sich fest ver-bin
de, sich fest
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