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3 (1857)
Entstehung
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und die Begleitung scliliesst sieh wie die Geberde der Rede an,beide von gleichem Gefühl getrieben und gehemmt. Auf dem Gipfel,bei dem ,,tout vous a prouve tritt ein starker Akkord ein unddeckt das Geständniss.

Selbständiger bildet sich die Begleitung unter andern in jenemRezitativ aus, das in Händels Messias nach dem in No. 403 mit-getheilten folgt. Nach der Erzählung, es seien Hirten Nachts aufdem Felde gewesen, tritt, zu den rezitativischen Worten:

Und siehe, der Engel des Herrn trat zu ihnen.

die hier bei A.

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notirte und weiter in einem vierten Rezitativsatze

Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heer-schaaren .

die bei B. angegebne Begleitung (die Oberstimmen Geigen, die Un-terstimme Bratsche und Vioionceli) ein, im leisen Wehen das Her-annahen der Himmelsboten und ihr schwebendes Dasein oder,wenn man dies nicht erkennen will, die höhere Erregtheit bei ihrerErwähnung andeutend.

An die bisher aufgewiesuen Gestaltungen knüpfen sich nochzwei zu bemerkende Gegenstände.

Zunächst ist klar, dass bei den bestimmtem Figurationen derBegleitung die Nolhwendigkeit eines mehr oder weniger scharf zubeobachtenden Taktmaasses eiutritt. ln dem Falle von No. 411 istder Takt wenigstens schärfer bestimmt, als in den Beispielen bisNo. 410; in No. 412 muss Begleitung und Gesang schon genauerin einander greifen; die Begleitungen in No. 413 und ähnliche lo-dern festgemessene Bewegung, wenngleich der Gesang innerhalbjedes Akkordes so taktfrei sich ergehen mag, als dem Ausübendenund Dirigirenden Recht scheint. Wir sind also bei der stufenwei-sen Ausbildung der Begleitung zu dem

3. taktmassigen Rezitativ(recüativo a tempo) gelangt.

Sodann hat der Zwischentrill der Begleitung zwischen Ab-schnitte der Singstimme, wie wir an No. 410 und 412 beobachtenkönnen, allerdings seinen eigentlichen und gerechten Anlass in derStimmung und den Verhältnissen, unter denen das Rezitativ her-vortritt. Aber eine andre Seite hiervon ist doch auch die, dass