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Bach hat hier und anderswo den Karakler und die That einesPredigers mit solcher innerlichen Hingebung und Macht ergriffen,dass man von ihm sagen darf: er predigte gewaltig, und nicht wiedie Schriftgelehrten, — und dass in einer an Schwächeres und Her-kömmliches oder Nachgeahmles gewöhnten Zeit auch jenes andreWort (Matthäus 7, 28) bisweilen in Erfüllung gehen mag: es ent-setzte sich das Volk über seine Lehre. Wir haben in unserm Re-zitativ einen ganz von seinem Beruf und von dem, was der Augen-blick, was sein Vorhaben im Ganzen und jedes Wort dabei will,erfüllten Mann Gottes, einen Eiferer um den Herrn — wie man inreligiös-erhobner Zeit sagen würde — vor uns, der gewaltig, un-widerstehlich, glaubens- und zuversichtvoll seine ganze Kralt injedes Wort legt. • So ist denn die Rede von einer Heftigkeit, istdas einzelne Wort bald von einer Uebermacht des Andringens, baldvon einer Zuversicht oder verklärten Freudigkeit erfüllt, die unsbefremden, ja, die als Ueberlreibung ansprechen können, so langewir uns nicht ganz erfüllt haben mit dem Bild und Gefühl einerglaubeusvollen Zeit und eines Eiferers um den Glauben. Dann erstverstehen wir Bach und erfahren zugleich an seinem Werke diehohe Macht der Kunst und der Kunstform, die wir uns jetzt ange-winnen möchten.
Es versteht sich, dass Bach für diese Aufgabe keine andre Stimmeals den männlichkräftigen und würdevollen Bass erwählen konnte.Dies ist das Rezitativ, bis zu dem Arioso. —
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