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3 (1857)
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So wenig man also hier (wie anderswo im geistigen Gebiet)eine bestimmte Gränze zielin, einige Versarten für anwendbar, an-dre für nicht anwendbar erklären kann: so ist doch klar, dass dieKomposition um so mehr erschwert, von den natürliche und imAllgemeinen günstigem Formen abgelenkt wird, je ungünstiger derVersbau für ebenmässige Musikgestaltung ist. Es leuchtet ein, dasseigenwillig und dabei scharf ausgeprägte Versformen, so anziehendsie auch an sich, so gewiss sie dem Musiker bisweilen zu eigen-thümlichen Wendungen Anlass und Sporn sein können, doch inden meisten Fällen gar leicht dem Komponisten zur Fessel werdenund ihn nöthigen, entweder den Versbau aufzulösen, oder um seinerErhaltung willen den Sinn des Gedichts hiermit aber auch dietiefere Bestimmung der Komposition fallen zu lassen. Eins oderdas Andre ist namentlich bei der Komposition antiker Versmaasseoder neuerer, ihnen nachgebildeter Verse (z. B. Klopstocks undPlaten's) kaum zu vermeiden. Wenn z. ß. Mendelssohn gleichim ersten Chor der Sophokleischen Antigone singen lässt:

397 (Tenöre und Bässe im Einklang.)a

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kräftigenden Stahlbad. Auch in den ächten Volksliedern deutscher Zunge (undin den schottischen, scandinaviscben und französischen) waltet eine rückhaltlosfreie Rhythmik; hat sich doch sogar das Lied vom ,,Prinz Eugen mit ionererNothweudigkeit (man sehe die Volkslieder von Erk und Inner) im Fünfvier-teltakt gestaltet. Und ein andres, Jahrhunderte altes Volkslied (aus VVinterfeldsevangelischem Kirchengesang, Th. 1) mischt, wie man hier

Wo soll ich mich hin - keh-ren, ich ar-mes Brü-der-

Wie soll ich mich er - näh-ren? mein Gut ist viel zu

lein?

klein.

ich ein "We-seii

muss ich