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der sechste so—
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aufgefasst werden. Dass beide Reihen von Fällen die hier möglichenund wirksamen Gestaltungen des Rhythmus nicht erschöpfen, ist klar.
Ein rhythmisches Klangmittel ist noch besonders zur Sprachezu bringen; das ist der Reim. Dieser rundet die Versformen soentschieden, so sinnlich nachdrucksvoll (und bisweilen so innerlichbeziehungsvoll) ab, dass ihm in der Komposition schwer widerstrebtwerden kann. Aber eben deswegen, und weil Jeder des Reims undseiner Gewalt von selbst inue wird, haben wir nicht nöthig, hierweiter von ihm zu handeln.
Das dritte Gemeinsame endlich zwischen Sprache und Musik ist3. der Tonfall.
Die Sprache hat ihre Melodik so gut und durchaus von glei-chem Sinne, wie die Musik. Die Stimme des Sprechenden hebtund senkt sich, stetig oder schweifend, jenachdem seine Stimmungsich gestaltet, erregter oder beruhigter, stetiger oder schwankenderwird; die Sprache hebt und senkt sich in weitern oder massigem,gleichem oder ungleichem Schritten, jenachdem die Stimmung ge-waltsamer oder gemässigter ist; ja, im lebendigsten Affekt tretensogar Andeutungen bezeichnender Intervalle, Ueberziehn aus einerTonstufe in die andre, kurz alle Elemente des (melodischen) Ton-wesens hervor. Dies Alles ist nicht — oder nur ausnahmsweise inden Momenten des höchsten Affekts — so bestimmt und so klarfasslich, wie in der Musik, eben weil in der Sprache neben denfestbestimmten Ausdrücken des geistigen Inhalts die Laute des ver-hülltem Seelenlebens nur den zweiten Rang einnehmen. Alleinwenn auch verhüllter, so behalten doch alle diese Tonbewegungenihre Bedeutung und werden durch den Eintritt der wirklichen Musikin die Sprache bestimmter und damit gesteigert. Dass also diesertonische Inhalt der Sprache von der höchsten Bedeutung für dieKomposition, dass ein vollkommnes Gelungensein der letztem ohneEinklang des Tonischen — oder geradezu genannt Seelischen —in Sprache und Musik nicht denkbar ist, bedarf hiernach wohl keinesweitern Beweises.
Fassen wir nun diese gesammten Sprachmittel wieder zu einemjetzt in allen seinen Gliedern oder ßestandtheilen erkannten Körperzusammen: so können wir an der Sprache in ihrer Ganzheit die-selben zwei Grundbestimmungen inne werden, die sich auchin der Musik (überhaupt in allen Künsten) herausstelleu.
Zunächst ist die Sprache fähig, sich in einer gewissen Wohl-gestalt, in einem mannigfaltigen und doch ebenmässigen Spiel