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3 (1857)
Entstehung
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365
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liehen Rhythmus, für sich tief empfunden, erkannt, sich angeeig-net hat.

Man betrachte einige im sprachlichen Rhythmus ziemlich über-einkommende Zeilen:

1) Gemächlich schreitet er, —

2) Geduldig leidet er, —

3) Gelinde zieht der Bach, —

4) Gewaltig reisst der Strom, —

5) Gebrochen sinkt er hin, —

6) Gestürzt erbebet er. —

Sie lassen sich in sprachlicher Beziehung — kleine Abweichun-gen (zwei lange Silben statt einer kurzen und einer langen) bei Seitegelassen — füglich auf ein einziges Grundmaass, —

auf den Wechsel von kurzen und langen Silben bringen. Aber welcheine Mannigfaltigkeit erwächst hier durch den Zutritt der bestim-menden musikalischen Rhythmik! Unterscheidet man die sechs Zei-len nur obenhin nach dem ungefähren Gewicht ihres Inhalts, so er-geben sich gleich zunächst fünf oder sechs verschiedne Rhythmen ; —

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geht man aber auf den Sinn und das Gewicht der einzelnen Momentein den Texten näher ein, so ergeben sich noch ganze Reihen ver-schiedner, bald in einer, bald in einer andern Beziehung ausdrucks-voller Rhythmen; es könnte z. B. der zweite Text so, —

der dritte so,

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