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wenn sie sich über ganze oder gar mehrere Takte ausdehnt, und die-jenige Art der Bindung, die die Haupllheile des Taktes durch Ver-schmelzung mit vorhergehenden kleinern Taklgliedern ihrer rhythmi-schen Kraft beraubt, ohne auch nur einen andern Takttheil statt ihrermit Nachdruck hervorzuheben. Von dieser Art ist eine Figur, dieBeethoven im Amen seiner unsterblichen dur-Messe*) durchführt,
a - men, a - men, a - men.
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in der der Fluss der Stimmen durch das Hängenbleiben vom viertenzum fünften Achtel u. s. w. gehemmt, oder der Sänger — gegen dieVorschrift des Komponisten — zum Vorstossen des zweiten dergebundnen Achtel genölhigt wird.
2. Di e T on folge.
Von der Tonfolge gilt vorerst, was wir eben von der rhythmi-schen Bewegung gesagt haben : Gleichförmigkeit, zu lange fortgesetzt,ist dem Musiksinn, der sich im Gesangorgan besonders angeregt fühlt,wenigzusagend. Daher gelingen chromalischeTonfolgen von grössererAusdehnung, zumal in schnellerer Bewegung, nicht nur den wenigstenSingenden, sondern sind auch bei dem besten Gelingen von kleinlicheroder gar peinlicher Wirkung; daher macht sich die uns schon früher(Th. I, S. 415) bekannt gewordne Einförmigkeit und Leere lang fort-
*) Op. 123, bei Schott i» Mainz in Partitur; obige Stelle Seite 179. Die-ses Weck steht so gewiss unvergleichlich da in Tiefe und Macht der Konzep-tion, namentlich in seinem Credo, als cs — leider unleugbar! — durch man-cherlei Riicksichllosigkeiten in Bezug auf Stimmumfang und Behandlung (vondenen der letzte unsrer grossen Vorgänger auch in andern Werken sieh nichtfrei gehalten) die Aufführung erschwert und die Verbreitung — bis jetzt we-nigstens — gehindert hat.