mal, zur Einleitung des zweiten Tbeils und des Anhangs vom erstenSatze, wiederkehrt; eben so an der No. 370 angeführten Einleitung,aus deren Hauptmotiv der seelenvolle Schluss und Anhang des erstenSatzes erwachsen ist, — wie es sich schon im Seitensatze wiederfühlbar gemacht hat.
Siebenter Abschnitt.
Die ungewöhnlichen Gestaltungen der Sonate.
Neben den drei- und viersätzigen Sonaten, deren Gestaltung inden vorigen Abschnitten als Grundform mit sehr unwesentlichen Ab-weichungen in einzelnen Zügen aufgewiesen worden, finden sich nunnoch mehr oder weniger abweichende Zusammenstellungen, die gleich-wohl dem Namen und der Hauptsache nach der Sonate zugehören.Wir können hier folgende Abweichungen unterscheiden.
Erstens begegnet uns die im Ganzen vollkommen ausgeführteGestalt der Sonate, — nur dass einer der Sätze sich nicht zu festerForm, und Selbständigkeit vollendet hat.
Das erste Beispiel bietet ßeethoven’s Cdur-Sonate, Op. 53.Der erste und letzte Satz haben in Fülle und Bedeutsamkeit desInhalts das Interesse fast ausschliesslich auf sich gezogen; das Adagioist dabei nicht selbständig geworden, es ist gleichsam nur Zwischen-satz , nur (Jeberleitung zum Finale, wie schon äusserlich seine Kürze— eine Seite gegen dreizehn und abermals dreizehn — kundgiebt.Ein einleitender Gedanke (Fdur) führt zu einem bestimmten Satze(Fdur), nach dem jener erstere wieder anschliesst und sofort —mithin ohne Abschluss des Ganzen — auf die Dominante des Haupt-tons und in das Finale (Gdur) führt.
Reicher und doch im Wesentlichen nicht anders gestaltet sichdas Andante der Sonate „Les adieux “, in dem das öde Gefühl desAlleinseins bei der Abwesenheit des Geliebten unruhig und nirgendbefriedigt sich her und hin wendet, nirgend eine Stätte findet, aufder man weilen könnte. So tritt ein Satz in Gmoll, Gdur auf, wie-derholt sich in C moll, sucht hier vergebens sich zu erfüllen, musswieder nach Gmoll, und zieht nun in Gdur einen zweiten Gedanken,-— wie weinende Hoffnung und schmerzliche Erinnerung (Gmoll)nach sich. Noch einmal wird dieser Kreis schwankender Gedankenin fremden Tönen durchlaufen — und nun, ohne Abschluss auf dieDominante des Hauptions (E'sdur) gelangt, stürmt die Stunde desWiedersehens mit allen Freudenglocken und mit den seligen Rufeu:„Ich habe dich wieder!“ im Finale und seiner Einleitung darein!