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besondre Idee den Komponisten auf andre Wege geleilet hat. Sofindet man, — um wenigstens ein Paar Beläge zu geben, — dasganze weiter und energischer, als die frühem Sätze ausgeführle Fi-nale von Beethoven’s jFmoll-Sonate, Op. 2, durchweg in Sätzenund Gängen — nur mit Ausnahme des zweiten Seitensatzes — inAchteltriolen begleitet, das ganze Finale der grossen ZUnoll-Sonate,Op. 31, fortwährend, —• nur mit ein Paar ruckenden Achtelnotenund einer kleinen Stelle im Anhang, — in Sechszehntelbewegung.Dasselbe ist der Fall bei dem grossen Finale der Fmoll-Sonate,Op. 57, mit wenigen Abweichungen. Das letztere ist auch einsder merkenswerthesten Beispiele für die gleichsam schlussartige,stets an den Schluss mahnende Modulation, die den Finale’s gerneigen wird ; die Untersuchung dürfen wir jedem Einzelnen überlas-sen, da doch Niemand den Besitz eines der tiefsinnigsten Werkeunsrer Kunst sich versagen wird. — Dagegen erwacht in Beetho-ven’s Ddur-Sonate, Op. 10, im Finale ein erneutes angeregteresLeben, das gleich zu Anfänge dem Rhythmus einen beseeltem Puls-schlag ertheilt. Auch die. S. 325 erwähnte EmoH-Sonate hat nachder Stimmung, aus der sie hervorgegangen, ein durch Tongeschlecht,Rhythmik (besonders des Hauptsatzes) und überhaupt den ganzenInhalt energischer gebildetes Finale erhallen.
Wir haben die Verschiedenarligkeit der einzelnen Sonalensätzebeobachtet; nun aber.muss zuletzt
die Einheit
derselben, als Theile eines einigen Ganzen, wieder zur Sprache kom-men, die sich im Inhalte zu offenbaren hat.
Bisweilen bezeichnen zurückkehrende Sätze, Auklänge aus denerstem Partien der Sonate, die man in die spätem, z. B. in dasFinale hinübernimrat, diese Einheit schon äusserlich erkennbar; sobringt Beethoven in seiner wunderwiirdigen^dur-Sonale, Op. 101,zur Einleitung des Finale den Hauptgedanken des ersten Satzeswieder. Allein dergleichen Rückblicke sind weder nothwendig, nochstets anwendbar, das heisst: in der Idee des Ganzen begründet.
Es ist vielmehr die Idee des Werks und die dafür festgehaltneStimmung, aus der die innere Einheit desselben hervorgeht. Hier trittbegreiflicher Weise jede Lehre zurück und überlässt, das Werk reindem eignen Wallen des künstlerischen Geistes und Karaklers imKomponisten. Es kann hier nur noch ein Rath ertheilt werden,der sich wahrscheinlich jedem gereiftem Künstler von selbst ergiebt,der aber, je früher man sich ihn zu beherzigen gewöhnt, um soglücklichere Folgen hat.
Dieser Rath, oder diese
Maxime
ist keine andre, als: