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ehester- und Quartettwerken Hessen sieh deren mehrere anführen. —Oefters findet sich (S. 25L) auch die Sonaten form für Mittelsätzebenutzt, dann aber auf ihren engsten Raum zurückgeführt, meistohne Durcharbeitung eines zweiten Theils.
Der dritte Satz endlich fodert schon als Schluss des Ganzenund vermöge seiner erhöhten Bewegung wieder eine ausgedehntereForm. Er führt das Ganze zu Ende, also zur Ruhe, folglich eignensich für ihn die leichtern und in sich selber stetig zum Ende hin-weisenden Formen. Dies sind vor allem die Rondoformen, weil sie— gleichsam an sich selber Schlusssätze oder Schlüsse im grösstenSinn und Umfang — stets wieder auf Hauption und Hauptsatz, alsoauf die Schlussmomente zurückführen. Daher wird man die meistenFinale’s in Rondoforin, — und zwar zunächst in der drittenund vierten Rondoform, weniger häufig in der fünften, —oder in Sonatenform, oder statt in beiden letztem auch in ders o n a t en ar t i g e n Rondoform gesetzt finden. Oft mag, selbstbei trefflichen Komponisten , die hier wieder erwähnte Mischform(S. 307) aus keinem andern Grund ergriffen sein, als um der Wie-derholung der schon benutzten reinen Sonaten- und Rondoforin aus-zuweichen.
Zuletzt kommen wir auf
den Inhalt
der Sätze zu sprechen. Hier lässt sich nur das Allgemeinste fest-setzen, alles Nähere hängt von der besondern Stimmung oder Ideejedes einzelnen Werks ab.
Zuvörderst versteht sich von selbst, dass in der Regel jederSatz seinen besondern Inhalt haben wird, eben weil er einbesondrer und nicht ein blosser Theil des vorangehenden oder nach-folgenden Salzes ist. Es kann unter Umständen wohl einmal einGedanke, ein Motiv aus einem Satz im folgenden wiederkehren,allein dann wird das Motiv in einem wesentlich verschiednen Sinneverwendet, oder es hat eine solche Erinnerung an den Inhalt desfrühem Satzes besondern Anlass in der Idee des Ganzen.
Der besondre Inhalt jedes Satzes muss aber zugleich der Be-stimmung und Form desselben entsprechen, oder umgekehrt: die be-sondre Bestimmung jedes Satzes wird nothwendig einen besondernInhalt für jeden herbeiführen, und dieser wiederum dem Satze dierechte Kunstform geben. Hier würde also jede weitere Anleitung,da sich der individuelle Inhalt jeder Komposition nicht voraussehnund vorauserwägen lässt, nur auf die Karakteristik der Formenzurückgehn und dabei doch nur in den Fällen frommen können,in denen eine künstlerische Gestaltung nicht schöpferisch von innen,aus der Idee oder dem Gefühl des Komponisten berausgetr<*ten, son-