Druckschrift 
3 (1857)
Entstehung
Seite
317
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Der zweite Th eil führt mit demselben Gedanken in diezuvor versäumte Dominante Gmoll und bildet hier aus dem erstenThema (No. 385) und der Vergrösserung seines ersten Abschnittswieder ein Doppelthema,

38ü

(Eine Oktav tiefer,)

das, in fortwährenden Umkehrungen auf G, C, Fmoll auftretend,wieder den Anblick einer freien Fugendurchfiihrung gewährt, gang-artig auf die Dominante zum Orgelpunkt und von da in dendritten Th eil führt. Hier wird der Hauptsatz vorerst wiederhomophon aufgestellt, dann in derselben Weise wie im erstenTheile nach Fngenart, jedoch ganz frei diesmal auf Fmoll, Z?mollund Zlesdur auflretend durehgearbeitet, worauf alles. Weitere imHauption, wie zuvor in ^«dur, folgt.

Auch hier, wie bei Mozart, ist die Sonatenform vollkommenausgeprägt (statt der Schlusssätze wird das Ende durch einen mäch-tig ausgrollenden Anhang bekräftigt), nur dass der Hauptsatz, folg-lich auch der zweite Theil von der Fugenform. Wendungen undKräfte entlehnt hat, die in der von Grund aus mehr homophonenund liedmässigen Sonatenform nicht zu finden wären. Wiederumhat sich aber die Fugenform dem Sinn des Ganzen und seiner all-gemeinen Ausgestaltung bequemt. Namentlich hat der Komponistaus der fugenmässigen Arbeit stets wieder in das Homophone zu-rücklenken, die Modulation nicht nach den abstrakten Gesetzen derallgemeinen Fugenform, sondern nach dem besoudern Sinn dieserseiner Tondichtung bestimmen, in den polyphonen Partien aber sichan der Zweistimmigkeit genügen lassen müssen, da die Eigenschaftendes Klaviers (S. 22) keine mehrstimmige Durchführung in solcherEnergie, wie dieses Werk vor vielen» foderle, gestatten.

Das dritte Werk ist das Finale von ßeelhovens i^dur-Sonate, Op. 10. In diesem reizenden Fa-Presto -Impromptu wirdmit Sonate und Fuge muthwilliger Scherz getrieben; die letzterenimmt sich dabei aus, wie ein Greis, den ein Kind am Bart zupft, man könnte allenfalls bestreiten, dass nur ein Gedanke an Fugedabei sei.

Das Finale ( Presto) setzt dieses Thema an,

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beantwortet es auf den letzten Taktschlägen in der höhern Oktave,