Druckschrift 
3 (1857)
Entstehung
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299
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4.

In der grossen Cdur-Sonate (No. 306) war der Seitensatz be-kanntlich (S. 269) in /?dnr aul'gelreten und der erste Theil in /Cmollgeschlossen worden. Abgesehu von der tiefem Begründung dieserWendung muss man diese sofort für auffallend und schon durch ihreFremdheit reizend anerkennen. Sie darf also im dritten Theile nichtverloren gehn; der Seitensatz würde hier gegen den ersten Theileinbüssen, wenn er gleich normal in Cdur aufträte. Nun istjenes Z?dur im ersten Theil (S. 269) eigentlich statt jEmoll unddieses statt G dur gesetzt. In gleicher Weise tritt im dritten Theilder Seilensatz in ^dur (statt Amo[\, statt 6dur) auf; hier aberbleibt er nicht (wie im ersten Theil injEdur), sondern wird sofortin A moll mit einer Wendung nach C und dann noch zweimal in6dur wiederholt, macht also thatsächlich den Weg, den wir gedan-kenmässig dem Komponisten zugeschrieben hatten*), durch. Dannfolgt das Weitere ganz normal; da aber der sinnig-ruhige Schluss-satz für das glanzende, feurig bewegte Ganze keinen befriedigendenAusgang gewährte, so wurde mit ihm nach ZJesdur (Anfangs derSonate von C nach ß und von C nach D) gerückt, hier der Haupt-satz und, nach einer weiten Ausführung, nochmals im Haupttone derSeiten- und zuletzt der Hauptsatz gebracht. Dieser umfassende An-hang gebührte dem reichen und kühn modellirten Satze.

5.

Das Gleiche sehn wir in der G dur -Sonate. Ihr Seitensatzwar im ersten Theil (No. 346) in //dur und H moll aufgetreten; imdritten Theil erscheint er daher in Zi'dur und /?moll, wird aber dannnoch zweimal in Crdur aufgestellt. Hiermit ist aber der Haupt-satz in bedenklicher Weise zurückgedrängl, um so mehr, da er zu-vor nicht, wie im ersten Theile, wiederholl worden. Folglich wirdmm in einem Anhang zuerst der ihm angehörige Gang (No. 323)mit dem breiten Ilalbschlusse wieder gebracht, dann aus dem Haupt-motiv selber

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*) Noch einmal sei das Missversländniss zurückgewiesen, als nähmen wirau, der Komponist habe sich seinen Weg in logischer Vollständigkeit und Um-ständlichkeit herausgedacht. Ihn hat wohl nur der Glanz und überhaupt derSinn seines Seitentons (Edur) mächtig angezogeu. Dass dies aber kein ver-führerisches Blendwerk, keine Verirrung gewesen, zeigt sich eben bei der ge-dankenmässigen Prüfung.