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3 (1857)
Entstehung
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gehenden zweiten und ersten Theile, mithin auf deren Gang fort-während Rücksicht nehmen und nöthigenfalls das, was in jenem hatversäumt werden müssen, ersetzen muss. Dies aber kann in dermannigfaltigsten Weise geschehn, wovon wir nur wenig Beispiele zurAnregung weiterer Forschung geben.

1 .

In der Cdur-Sonate (No. 302) war der erste und anziehendsteGedanke der Seitenpartie ohne hinlängliche modulalorische Vorberei-tung (S. 291) aufgetreten und dem Hauptsatze so nah -verwandt, dassman ihn eher zur Hauptpartie zählen möchte, wenn nicht die Ton-art selber widerspräche. Der dritte Theil benutzt dies; er hängtdiesen zweifelhaften Satz sogleich an den Hauptsatz, so dass beideeine durch kein Vermitllungsglied erst an einander gehängte, sondernunmittelbar verschmolzne Masse, gleichsam einen einzigen Ge-danken bilden. Erst mit diesem Seiteusatze wird dann zur Domi-nante gegangen und von da an regelmässig weiter.

2 .

Die Sonate pathetique hat ihren Seitensatz (No. 351) vonCmoll aus nicht in Es dur, sondern in Csmoll aufgestellt, und ist erstspäter nach Es dur gegangen; im zweiten Theil ist sogar Cmoll alsHauptmoment der Modulation erschienen, weil in ihm der Hauptsatzaufgeführt wird. Der dritte Theil geht vom Hauptsatz in Cmoll nachder Unterdominante Cmoll, um hier den Seitensalz zu bringen; erstdie Wiederholung desselben geschieht in Cmoll. Mit jener Wen-dung ist der Seitensatz eben so scharf in sein eignes Licht gestellt,wie im ersten Theil durch sein Csmoll, es ist aber zugleich derHauptton (Th. I, S. 218) befestigt. Demungeachtet wird wohlnicht ohne Rücksicht auf das Vorangegangne zuletzt in einem An-hänge noch einmal auf die Einleitung und den Hauptsatz, natürlichim Hauptton, zurückgegangen.

3.

In der Ci'smoll-Sonate ist der Hauptgedanke (No. 304) beialler Energie seines Inhalts (oder vielmehr um derselben willen) ein-fach auf das eine Motiv seines Vordersatzes gestellt und der begin-nende Nachsatz last nur eine Wiederholung des erstem. Der dritteTheil wirft diesen Nachsatz ganz weg und geht von dem breitenSchlüsse des Vordersatzes nach Sonatinenart unmittelbar zum Sei-tensatze. Nun aber wird nach vollständiger Ausführung des Seilen-und Schlusssatzes in einem Anhänge das Motiv des Hauptsatzesnochmals in die Unterdominante gestellt, und der Hauptgedanke derSeilenpartie mit neuem Ausgang und zuletzt dem alten Schlusssatzim Haupltone wiederholt. Es ist, nur aus andern Grunde, dieselbeGestaltung, wie oben bei 1.