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mil unruhvollen Klagelauten antwortet. Aber auch hier will dieeigentlich nächstberechtigte Tonart sich nicht vergessen lassen ; inihr, in Es Aar, bildet sich ein zweiter muthvoll andringender Satz(gangartig und an Ganges Statt), und wird mit stärkerm Ausgangewiederholt. Auch der Schlusssatz steht in Dur.
Einen gleichen Fall giebt die grosse C-Sonate (No. 306), in derdie periodische Gestaltung des Seitensatzes (beiläufig gesagt) unzwei-deutiger erscheint, als in der vorerwähnten Komposition. Die Mo-dulation (der Seileusatz tritt in ifdur auf) wird man sich nach demoben Gesagten unschwer erklären.
C. Zweilheilige Liedform des Seitensatzes.
An einer ganzen Reihe von Fällen haben wir schon die liefeVernünftigkeit in Beethoven’s (und aller wahren Künstler) Wer-ken anzuerkennen gehabt. Diese Vernünftigkeit äussert sich zu-nächst darin, dass stets der jedesmaligen Idee gemäss, aus ihr her-aus das Ganze und jeder Zug desselben geschaffen wird. Die andreSeite dieser höchsten Küustlereigenschaft ist aber, dass sie in derGesammtheit aller Werke die höchste Mannigfaltigkeit, eine stetswahrhafte Originalität*) hervorbringl, weil eben nicht nach irgendeiner allgemeinen Formregel oder Schablone**), sondern in jedemWerke nach dessen besonderm Wesen gebildet wird.
Und so finden wir abermals in einem Beethoven, in dergrossen Bdur-Sonate (No. 340) sogar die zw'eitheilige Liedform —wenigstens einen Ansatz dazu — fiir den Seitensatz angewendet.Dies —
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ist der erste Theil; er möchte seiner Kürze nach sich für einenblossen Vordersatz ausgeben, hat aber Vordersatzschluss (im zwei-ten, oder, w enn man auf die einfache Taktart zurückgeht, vom drit-ten zum vierten Takte) und förmlichen Theilschluss in der Tonartder Dominante. Der zweite Theil wird dann weiter und zu einembreiten satzartigen Gange fortgeführl, der mit allem Nachkommen-den hier keiner weitern Erörterung bedarf; der Seitensatz nimmt,
*) Die wahrhafte Originalität geht mit der wahrhaften Treue; die falscheOriginalität sucht das, was nicht in der Sache begründet ist, als das vermeint-lich Neue, Ueberraschende, Wirksame herbei und zerstört damit das Werk undden Karakter des zu ihr verirrten Künstlers.
**) So heissen bekanntlich jene durebbrochnen Formen, über die — mit demdicken Farbenpinsel hinfahrend — die Anstreicher ihre Kanten, Rosetten u. s. w.fix und gleichmässig, wie Salonkomponisten, an die Wand werfen.