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3 (1857)
Entstehung
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287
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Männlichere, Würdigere und zugleich Tiefere sich zu lest in derHauptpartie ausgeprägt hatte, als dass es sich durch die leidenschaft-lichen Hingebungen der Seilenpartie hätte aufwiegen lassen dürfen.Die Hauptpartie hat diesmal vierundfuufzig, die Seitenpartiesiebenundzwanzig Takte. Es ist übrigens bemerkenswert!),dass jenes Verhältnis der Haupt- und Seitenpartie sich in dieserSonate in grossem Verhältnisse wiederholt. Der erste, oben be-sprochne Satz ist den übrigen, namentlich dem zarten, innigen, aberhinschmachtenden Finale eben so machtvoll überlegen , wie in ihmdie Haupt- der Seilenpartie. Es konnte nicht anders sein.

Das Gleiche ist an K. M. W ebers gehaltvoller ^sdur-Sonatezu beobachten. Die Hauplparlie hat sich in so breiten Lagen ent-faltet (ein Satz von elf, ein zweiter von acht, ein dritter, derdie Ueberleilung herbeiführt, von vi eru n d zwanzi g Takten), dassder Seitensatz nach einer Vorbereitung in den zwei letzten Taktensich auf zwei Takte die wiederholt werden beschränkt, weiler Alles, was satzmässig gesagt sein will, schon bis zur Sättigungausgesprochen findet, und seine gleichmässige oder ähnliche Ausfüh-rung zur höchsten Ueberladenheit des Ganzen führen würde. Hier-mit wär indess dem Ebenmaass gar zu wenig Rücksicht ge-gönnt; auch dem Inhalte nach gewährt der Seitensatz nicht die Er-hebung, die nach der edlen, aber zu weit ergossnen Sentimentalitätder Hauptpartie so w'iinschenswerth war. Daher reiht sich nun(anfangs satzartig) ein breiter Satz, eine schwunghafte Passage an,die nach achtzehn Takten zum Schluss oder vielmehr zurRückkehr in den Anfang und zum Fortgang in den zweiten Tlieilmittels eines dem ersten Satz entlehnten Motivs hinführt. Die nähereBetrachtung bleibe anheimgestellt.

B. Per io den form.

Einen periodenmässig gebildeten Seitensatz linden w 7 ir in derSonate palhetique. Nach den breiten Salzbildungen (No. 295) derHauptpartie tritt eine gleich volle, dabei aber doch leichter geglie-derte Periode als Gegen- oder Seitensalz auf. Auch hier hätte dieFreundlichkeit der Parallellonart dem Sinn des Hauptsatzes nichtentsprochen; ja, wenn im Gegensätze gegen die breite Führung desHauptsatzes die Seitenpartie leicht gegliedert auflreten sollte, so wäresie wohl gar in Dur kleinlich oder weichlich erschienen. Beet-hoven geht daher auf dem oben (S. 284) bezeichneten Wege überEs dur nach jFsmoll; hier stellt er seinen Seilensalz auf,

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der seinem düster und ungestüm ernporstürmenden ersten Gedanken