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weicht ebenfalls ab, weil ihr ungewichtigerer Inhalt solcher Um-ständlichkeit und Feststellung nicht bedarf. Beethoven’s Fdur-Sonate, Op. 10, bringt eine abermalige Abweichung. Hier bedarfHaupt- und Seitensalz der Abtrennung um so mehr, da sie einanderin Stimmung und Form nahe verwandt sind. Gleichwohl (und zumTheil eben deshalb) würde der Hauptsatz durch weitere Ausfüh-rung nach G und C zerfliessen in Marklosigkeit, und das Ganzedurch Einschiebung eines Ueberleilungssatzes zerstreut und aus derStimmung gebracht; auch würde Gdur fremd ansprechen. Beet-hoven geht daher — in die andre Verwandtschaft von Cdur, nachAmoW. Allein auch die Triibniss von Moll entspricht dem Satzenicht. Folglich geht er auf die Durdominante von A inoll (und zwardurch den E und A zweifelhaft lassenden Mischakkord f-a-c-dis),macht so einen Halbschluss, der den Fortgang in ^moll erwartenHesse, und wendet sich nun erst leicht und kurz angebunden nachCdur. Es war der einzige nach allen Seiten hin befriedigende Weg.
Dritter Abschnitt.
Der fernere Verlauf des ersten Theils.
Vom Seitensatze gilt, was wir schon bei dem Hauptsatz erkannthaben : er‘kann die Gestalt des Satzes, der Periode, sogar der zwei-theiligen Liedform haben, oder eine Reihe von Sätzen darstellen.Stets folgt sowohl seine Bildung als die fernere Entwickelung desersten Theils dem Gesetz, das die Bildung des Hauptsatzes undder fernere Gang der Hauptpartie geben; wir dürfen daher dieseganze zweite Masse des ersten Theils zusammenfassen und • unshauptsächlich nur auf die Betrachtung solcher Beispiele beschränken,an denen diese folgerichtige Entwickelung nach ihren versehiednenRichtungen sichtbar wird.
Allein die Bildung der Seitenpartie folgt nicht mechanischder der Hauptpartie; etwa so, dass der Seitensatz eine Periode seinmüsse, wenn der Hauptsatz eine Periode gewesen sei, u. s. w r . Viel-mehr hat die Seitenpartie nur in gleichem Sinne zu vollenden(für den ersten Theil nämlich), was die Hauptparlie begonnen, zuergänzen, was diese aus irgend einem Grunde unbefriedigend hin-gestellt hat: und dies kann nicht bloss, es muss öfters in ganzandern Formen geschehn, als die im Hauptsatz vorausgegangnen.
Im Allgemeinen wissen wir vom Seilensatze Folgendes:
Erstens. Er hat mit dem Hauptsalze durch innere Stimmung,wie äusserlich durch den Sitz seiner Modulation und gleiche Takt-