274
ein neuer Satz ein. Allein der Hauptgedanke darf nicht aufgege-ben, am wenigsten durch einen nach Inhalt und Form schwachemGedanken verdrängt werden. Folglich kehrt jener wieder und führtmit einem Schlage zum Seitensatze; nach Wiederholung der beidenersten Takte von No. 326 ergreift der Bass das Hauptmotiv, dieOberstimme einen Kontrapunkt, —
329
r 1 1
I ,i
¥
I
i « •-
und im folgenden Takt erscheint in Es-dur der Seitensatz. — Esist hier abermals die Dominanttonart des neuen Tons (Zfdur) ver-säumt worden; die Folgen werden wir im nächsten Abschnittesehn.
In all’ diesen Beispielen finden wir einen gemeinsamen Zug:das enlschiedne und kurz gefasste Hindringen auf den Seilensatz,sobald einmalj der Hauptsalz abgemacht ist. So tritt klar hervor,was einmal zur Hauptsache bestimmt ist: Haupt- und Seitensalz;die bloss vermiltelnden Theile müssen sich, wie es ihrer untergeord-neten Bedeutung gemäss ist, beschränken; doch nehmen auch siegern (so viel bei ihrer Bestimmung möglich ist) Satzform an undbezeugen in beiden Beziehungen die Energie und durchgreifendellehersicht ihrer Bildner.
Blicken wir zum Schluss auf jene Dussek’sche in No. 297angeführte Sonate zurück. Der Hauptsatz, eine Periode, gewährtekeinen Fortgang; sein Anhang oder der zweite Satz (No. 298)wollte ebenfalls nicht dazu genügen, hat aber doch den eigentlichenHauptsatz zurückgedrängt. Dieser muss also wiederkehren und solldurch einen lebhaften Kontrapunkt oder Continuo —
'-I—
T»-r.r