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3 (1857)
Entstehung
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leitung abermals in höherer Oktave wiederholt und im Haupltonegeschlossen wird.

Hier hatte der zweite Satz eine deutlich ausgesprochne Ver-wandtschaft mit dem ersten. Als Beispiel loserer Aneinanderreihungdiene Mozarts anmuthige Fdur-Sonate*), in der Mannigfaltigkeitdes Inhalts und Fülle jedes Satzes dasjenige, was jeder dervorigen Fälle nur theilweis zeigte, vereint darlegen. Die Sonatebeginnt mit einem Satze,

der ungeachtet des ganz fremdartigen Inhalts seiner zweiten Hälfteund der durch den Orgelpunkt unbestimmt gewordnen Form desHalbschlusses für eine Periode gelten mag und im zwölften Taktevollkommen im Hauplton absehliesst. Nun folgt (da die Perioden-form nicht weiter führt) ein ganz neuer Gedanke, ein Satz,

der sich mit unwesentlicher Aenderung wiederholt und einenvollkommnen, noch zweimal wiederholten Schluss abermals im Haupt-tone macht. Mag man nun den ersten Gedanken (No. 310) füreine Periode, oder nur für einen periodenähnlichen Satz anerkennen:das steht fest, dass nach ihm ein neuer Satz kommt und somit derHauptsatz aus zwei oder drei ganz von einander verschiednen Ge-danken zusammengestellt ist. Dass aber der letzte Satz (No. 311)ungeachtet des vorhergehenden vollkommnen Abschlusses zum Haupt-sätze gehört, zeigt zunächst die Gleichheit der Tonart, dann nochenlschiedner der weitere Verlauf der Komposition, den wir späterzu betrachten haben werden. Nur erscheint hier die BenennungHauptsatz nicht füglich noch anwendbar; man würde passenderdie Benennung

Hauptpartie

für den Inbegriff alles bis zum Seitensatz oder zur

Seiten partie

Gegebnen brauchen.

*) Im ersten Heft der Breitkopf-Härlelschen Gesammt- (No. 3 der Einzel-)Ausgabe.