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3 (1857)
Entstehung
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cheu auf den ersten Anblick unwichtigem Anlässen die Kralt derForm und des Komponisten in vorzüglicherer Weise, obwohl esunkünstlerisch scheint, dergleichen geflissentlich zu suchen, umdaran eine Probe seines Kunstgeschicks abzulegen, und fahr-lässig, mit dem ersten besten Einfall ohne wahren Beruf dazu,ohne innere Erregtheit dafür sich an die Arbeit zu geben. Einsder glücklichsten Beispiele bietet der erste Satz von BeethovensGdur- Sonate, Op. 31. Der geistreich von Humor sprühende Haupt-satz hat diesen Kern,

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den man, sollte er für sich allein und unverändert stehn bleiben,wohl erregt, nicht aber bedeutend nennen könnte. Und eben ihmgewinnt der angeregte Geist des Künstlers die geistvollsten Wen-dungen in reizendem Wechsel ab, die uns immer tiefer gefangennehmen und zuletzt sogar weichere Anklänge der unerwartet ge-rührten Seele bieten. Es hiesse, dem Meister ein kleines Schü-lerlob ertheilen, wollte man annehmen, er habe seinen Satz zusolchem Spiel technischer Gewandtheit erkoren. Hier war, beidem Künstler ist nichts Technik; was der Künstlergeist ergreift,das wird unter dem Walten eifervoller Liebe seinem Geist eigenund lebendiges, lieberfülltes Zeugniss dieses Geistes. Das lässtsich an diesem Beet ho vensehen Satze, wie an jedem Kunstwerkerkennen und erweisen, und jeder Künstler weiss es. Der künst-lerischen Liebe aber ist Technik, äusserliches Geschick, odergar eitles Spiel mit ihr ganz fern.

Drittens. In der hohem Sonatenform, in der das Ganzevom Drange nach einheilvollem kräftigen Fortschreiten und Fort-bilden durchdrungen und bedingt ist, kann jene leichte, in ihrerWillkührlichkeit auch oberflächliche Weise, in der die Sonatinen-lorm vom Halbschluss des Hauptsatzes in den Seitensalz und seine