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Der Hauptsatz wird mit kleinen Aenderungen wiederholt undzu seinem Hauptschluss geführt. Jetzt tritt der erste Satz derSeitenperiode (No. 254) ein, — in Gdur; allein sogleich auf demvierten Takte wendet sich die Modulation in den Hauptton zurück,und von hier an bietet der weitere Verlauf nichts Abweichendesoder sonst der Erörterung Bedürftiges. — Jene Einführung desSeitensatzes in der. Dominanten- statt Haupltonart diente dem Kom-ponisten, sich um so bestimmter in die letztere zurückzuwenden, siemit einem förmlichen Uebergang zu befestigen. Dies war ihm nichtnur gestaltet, sondern auch nöthig, weil die Seitenpartie vier oderfünf Sätze (der Schlusssatz ist der fünfte) mit ihren Wiederholun-gen zählt. Er hätte also von der Wiederkehr des Hauptsatzes anzweimal sieben Sätze (lind noch einen Anhang) in derselbenTonart eintreten lassen müssen , wenn er nicht jenen Ausweg ge-funden.
Ist nun die Mozarl’sche Weise, dieses Aneinanderreihen vielerkleiner Sätze, nachahmenswerth oder tadelnswert!)? — Keins vonbeiden. Dem Tondichter, — zumal einem so Vieles bringenden,— muss frei stehn, sich gelegentlich auch in leichter Weise, wieder Schmetterling von einer Blüthe zur andern irrt, im artigenSpiel mit leichten Vorstellungen gewissermassen absichllos zu er-gehen. Das Karakteristische des Spiels liegt aber eben in der Ab-sichtlosigkeit; der Komponist verlässt eine Vorstellung, einen Satzum den andern, nicht weil er es sich vorgesetzt hat, sondern weildiese Vorstellung nicht die Macht gehabt hat, ihn dauernder zufesseln; und das ist die innere Nothwendigkeit solcher Gestaltun-gen. Das aber bedarf keiner geflissentlichen Uebung; viel-mehr das Gegentheil, Festhalten der Gedanken und Vertiefen indieselben, muss geübt und als eine besondre, eine der entscheidend-sten Fähigkeiten für den Künstler erzogen werden.
Dritter Abschnitt.
Die Sonatenforni.
Die Sonätinenform musste sogleich als eine der flüchtigenMittelgestaltungen erscheinen , die zwar innerlich und in der Kettealler Kunstformen berechtigt und nothwendig, in denen aber einbestimmter Formgedanke noch nicht zu seiner Reife und Fülle ge-kommen ist.
Die Sonatine strebte über die Rondoformen hinaus zu einernoch innigeren Einheit des Inhalts; aber sie erlangte dieselbe durch