Druckschrift 
3 (1857)
Entstehung
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mit seiner Wiederholung; dieser schiiesst sich unmittelbar ein ganzverschiedener,

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ebenfalls wiederholter Satz an, dem nach einer kleinen Ausdehnungdes Schlusses eine Periode, wieder ganz neuen Inhalts (stattdes Halbschlusses hat der Vordersatz einen unvollkommnen Ganz-schluss in der Dominanttonart) folgt. Man könnte versucht sein,in diesem neuen Gebilde den Schlusssatz zu sehn, wenn nicht nun,wieder aus neuem Stoff, ein lebhafterer gangartiger Satz (stattGanges) und endlich der eigentliche Schlusssatz folgte. Wasdiesen ersten Theil der Sonate von den vorhergehenden Beispielenund vielen andern Arbeiten in dieser Form unterscheidet, ist dieVielheit seiner Sätze, die in der zweiten Partie*) (vom Seitensatzan, sie zählt vierzig, die erste achtzehn Takte) nur durch Ton-art und ungefähre Stimmung zusammengehalten werden.

Der zweite Theil beginnt mit einer Zwischenpartie (oder,wenn man will, Ueberleilung) von gleicher Beschaffenheit. EinSatz von acht Takten in Gdur scheint zu einem Orgelpunkt führenzu wollen; allein es schiiesst sich mit einer Wendung nach ^mollein zweiter an, und dieser erst bringt einen Orgelpunkt und, mitdem Eintritte des Haupltons, den Hauptsatz zurück. Auch hieralso erhalten wir wenigstens einen, wo nicht zwei Sätze fremden,wenn auch verwandten Inhalts. Eine innere Nothwendigkeit fürdieselben möchte schwerlich nachzuweisen sein; dem reichen Ton-dichter hat es beliebt, sich in angenehmen Vorstellungen zu erge-hen, deren keine ihn tiefer zu erregen und damit zu fesseln ver-mochte ; in gleichem Sinn gemessen wir seine Gabe.

*) Wenn Haupt- oder Seitensatz aus zwei oder mehrern Sätzen besteht,wollen wir um die ewige Wiederholung des Wortes Salz (das wir ohnehinso vielfach gebrauchen müssen) zu vermeiden gelegentlich die AusdrückePartie, Hauptpartie, Seitenpartie benutzen.