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3 (1857)
Entstehung
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215
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würde gegründeten Anlass für die leichte Form geben. Nach demHalbschlusse würde, eben wie in Dursätzen, im ersten Theile derSeitensatz in der Parallele eintreten, z. B.,

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und zwar in allen Fällen ohne eigentlichen Uebergang, undwenn man für gut gefunden hätte, den Seitensalz auch zuletzt inDur aufzuführen, so könnte Gang und Schlusssatz in Dur gesetzt,oder damit nach Moll zurückgekehrt werden. Im letztem Fallwürde es wahrscheinlich eines weitern Anhangs bedürfen, um demzurückgesetzten Moll noch das erfoderliche Gewicht zu geben.

Zweiter Abschnitt.

Nähere Nachweise über die Sonatinenform.

Wir haben im vorigen Abschnitte die Sonatinenform an prak-tisch vor uns entstehenden Beispielen erläutert. Jetzt liegt unsder Nachweis derselben an einigen Werken der Meister ob.Wir wenden uns hier vornehmlich an Mozart; in der Richtungseiner Klavierkomposition war es bedingt, dass er sich der leichtenForm häufiger bediente. Oft mag die Hast, die ihm durch Ver-hältnisse (wie er selber klagt) .geboten wurde, dazu gedrängt haben;stets kam ihm dann die geniale Leichtigkeit seiner Konzeption zuHülfe, dergestalt, dass man bei keiner seiner hierher zu zählendenKompositionen Anlass findet, sie anders oder statt ihrer eine andrezu wünschen.

Das erste Beispiel giebt uns der erste Satz der vierhändigenZ?dur- Sonate*).

Der Hauptsatz ist noch leichter gewebt, wie der unsrige; nacheinem aus zweierlei Motiven gebildeten Satze

*) Heft 7, No. 3 der Breitkopf-Härtelsclieu Gesammtausgabe; No. 1 derneuen Einzelausgabe.