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3 (1857)
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dergleichen wir seit den Lied- und Etüdenformen nicht mehr ge-funden ; ja, es ist sogar der zweite Theil der Hauptsache nachnichts als Wiederholung des ersten. Und dennoch: wie weitreicher und gesättigter ist hier die Form der Zweitheiligkeit, alszuvor! Gleichwohl herrscht dasselbe Konstruktiousgesetz, nurauf grössere Massen und zusammengesetztere Verhältnisse ange-wandt. Dieses Forlbestehn und immer weiter greifende Wal-ten unsrer ersten Grundsätze ist aber nicht bloss, wie wir Th. I,S. 7 vorhergesagt, eine Bestätigung derselben, sondern eine mäch-tige Hülfe bei der künstlerischen Konzeption: denn damit werdendie so einfachen und doch so durchgreifenden Gesetze der Vorstel-lungs- und Denkweise dem Künstler wahrhaft zu eigen; sie lenken,bestimmen, sichern seine Auffassungen vom ersten Keim an bis zurVollendung des Werks.

Die

Sonatinenform in Moll

dürfte sich wohl seltener gerechtfertigt finden , da der Karakler desMollgeschlechts dem leichten, flüchtigen Sinne der Sonatinenformweniger entspricht; auch erinnern wir uns keines erheblichen Fallsdieser Form.

Sollte sie zur Anwendung kommen, so müsste sie denselbenGesetzen folgen. Nur ein mehr leicht berührender als tief greifen-der Satz, z. B. dieser,

Allegro moderato.

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der nach erfoderlicher Weiterführung einen befestigten Halbschlussauf der Dominante machte, z. B.