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3 (1857)
Entstehung
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Formen unwichtig. Wir erkennen, dass nur besondrer Antheil amHauptsalze bewegen kann, ihn wie in der vorhergehenden Formzwischen erstem und zweitem Seilensatze zum zweiten Mal zubringen. Allerdings haben wir aber an dieser Wiederholung des Haupt-satzes festen Abschluss der ersten Partie des Rondos (S. 176) undBefestigung der Modulation gefunden.

Das Nächste und Wichtigste, was wir demnach zu betrachtenhaben, ist

der Abschluss des ersten Theils.

Kann mit dem ersten Seitensatze befriedigend geschlossen wer-den? Nein. Denn erstens ist er von minderin Gewicht undloserra Gewebe, als der Hauptsatz; zweitens sind wir mit ihm ebenin der neuen Tonart angelangt, und es bedarf noch eines besondernNachdrucks, in ihr zur Ruhe zu kommen.

Auch ein Gang, der hinter dem Seitensatz folgte, würde dieseKraft nicht haben; der Gang löset und führt weiter, thut also dasGegentheil von dem, was uns jetzt nothwendig ist.

Wir bedürfen also eines Satzes, der den Schluss unsrerzusammengesetzten Masse oder unsers ersten Theils befestige, alsoeines

Schlusssatzes,

wie wir ihn bereits Th. II, S. 83 kennen gelernt haben. Blickenwir hierbei auf jene Urform aller musikalischen Bewegung,

Ruhe, Bewegung, Ruhe,

Tonika, Tonleiter, Tonika

zurück, die wir schon Th. I, S. 23 kennen gelernt und überall insteigender Ausbildung und Bewegung wieder gefunden haben,z.B.in der Liedform (Th. II, S. 78), in der Fugenform (Th. II, S. 366),in den kleinern Rondoformen (S. 103): so sehn wir dieselbe hierabermals in grösserer Ausdehnung und Bedeutung als

Hauptsatz Seitensalz mit Gängen Schlusssatzverwirklicht.

Hiernach ordnet sich die weitere Lehre sehr einfach. ( Wirmüssen die Bildung des Schlusssatzes der einzigen neuen Ge-stalt an unsrer jetzigen Form und dann die Anordnung und Ent-wickelung des Ganzen kennen lernen. Der erstere ist früher(Th. II) dem dortigen Standpunkte gemäss, nur als Zugabe behan-delt worden; hier kommt er ernstlicher zur Erwägung.

A. Der Schlusssatz.

Die nächste Bestimmung des Schlusssatzes ist, zu schlies-sen; sein einfachster und zugleich nothwendigster Inhalt wäre da-her, auf den harmonischen Grundbegriff zurückgeführt, die bekannteaus Dominant- und tonischem Akkord gebildete Schlussformel.