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oder ihrer Anwendung, um, besonders bei einfachen Thematen,Mannigfaltigkeit in die Ausführung zu bringen, ohne die Einheitdes Inhalts zu verlieren. Dies zeigt sich deutlich in den Aüuv-Variationeu, die mit ein Paar andern Sätzen als Sonate im erstenHefte der gesammelten Werke abgedruckt sind.
Das Thema schliesst, wie schon S. 56 gesagt ist, sowohl denersten, wie den zweiten Tlieil im Hauptton, und setzt beide Vor-dersätze deutlich und gleichmässig auf der Dominante ab; unstrei-tig eine bedenkliche Einförmigkeit der Konstruktion, wenn man er-wägt, dass dieselbe sich durch alle Variationen wiederholen wird.Noch ungünstiger erscheint aber endlich das Thema (so anmuthiges ausserdem ist) dadurch, dass der Inhalt des ersten Vordersatzessich fast unverändert — mit Ausnahme der für die Konstruktionnöthigen Abweichungen — im Nachsatze des ersten und zweitenTheils wiederholt.
Was nun der Grundlage (dem Thema) an Mannigfaltigkeit ab-ging, musste der Komponist in den Variationen durch w r echselreicheAnordnung vergüten. Das durchgehende Mittel war aber, die Ab-schnitte des Thema’s zu'Wendepunkten der Variationen zu benutzen.So wird in der ersten Variation im Vordersätze des ersten Theilsdieses Motiv —
Andante graziöse.
80
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durchgeführt, der Nachsatz aber verweist die Sechszehntelbewegungin den Bass und nimmt in den Oberstimmen —
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festere Melodie; der zweite Theil ergreift wieder das erste Motiv(No. 80), zum Schluss aber kehrt das andre (No. 81) wieder. Ebenso hat in der zweiten Variation die Oberstimme das melodisch ver-zierte Thema, der Bass aber harmonische Figuration in Sechszehu-teltriolen als Begleitung; beim Nachsatz übernimmt die Oberstimmedie Triolen (und in ihnen die Melodie), und der Bass befestigt inAchteln die Taktbewegung. Im zweiten Theil wechseln beide For-men genau wieder, wie in der ersten Variation. Die dritte Varia-tion (Minore) bringt die Melodie in einer fliessenden Sechszehntel-figuralion, unter Sechszehntelbegleitung des Basses.