Druckschrift 
3 (1857)
Entstehung
Seite
82
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und die reizende achtzehnte Variation, ein Kanon in der Sexte,deren Anfang schon Th. II, S. 454, No. 658 angeführt worden.

Ueherall blickt das Behagen hervor, mit dem der alte Meisterseine Aufgabe im Sinn jener Zeit, wie Beethoven die er-wählte ähnliche im Sinn der unsern, aufgefasst und durchgeführthat; nebenbei wird man überrascht, so manche Spielform schon hier(wenn auch mit Zurückhaltung, begränzter als unser Spiel und In-strument fodert) zu finden, die ein Jahrhundert später neu aufge-funden wurde. So zeigt die neunundzwanzigste Variation jenesIneinandergreifen der Hände, das wahrscheinlich ohne Entleh-nung in neuerer Zeit von A. E. Müller und manchem ihmNachfolgenden als Motiv benutzt worden.

Achter Abschnitt.

Die Kunstform der Variation.

Unsre bisherigen Betrachtungen und Vorübungen betrafen nurdie Einzelheiten der Kunstform, mit der wir uns bekannt zu machenhaben. Nachdem wir die wünschenswerthen Eigenschaften des The-mas erwogen und uns in der Erfindung und Durchführung der ein-zelnen Veränderungen geübt haben, werden wir uns leicht über dieKunstlorm selbst verständigen und sie dann künstlerisch an-wenden können.

So viel erhellt schon von selber, dass die Uebungeu der vori-gen Abschnitte wohl dem Lehrzweck, nicht aber einem künstleri-schen entsprechen. Da wir bei jenen Uebungen so viel wie mög-