Druckschrift 
3 (1857)
Entstehung
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erkannt, der: ein und denselben Grundgedanken als Grundlageoder Stoff in den mannigfachsten Gestalten und Karaktereu aus-zubilden ; eben dies ist hier Beethovens Zweck und Verdienst.

Anschliessender ist in den meisten Fällen die Form des Ka-nons, da der Kanon eine weiter erstreckte Melodie zulässt, alsdas Fugenthema sein kann, ja beliebig weit erstreckte Fortfüh-rung gestattet. Daher kann bisweilen die ganze Melodie des The-mas kanonisch durcbgeführt werden. So liegt dem unsern in seinerGruudgestalt (No. 42) oder einer Umschreibung, z. B.

Andaiitino.

eine kanonische Durchführung in der Unterquinte oder Oberquartesehr nahe; sie geht bis zu dem Zeichen f in der anführendenStimme und würde freien Abschluss erfodern, könnte auch miteinem gehenden Bass unterstützt werden. Eine zweite kanonischeDurchführung wäre in der Unterquarte und Oberquiute, wie hierbei a.

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anzulegen, und könnte, wie bei b., spielmässig oder durch zugesetzteStimmen harmonievoller und rhythmisch belebter werden.

ln gleicher Weise hat K. M. v. Weber in seinenSiebenVeränderungen auf ein Zigeunerlied das ganze zweitheilige Themazu einem zweistimmigen Kanon in der Unterquinte benutzt*); erlässt das Thema von der zweiten Stimme, die einen Takt späteremtritt, Ton für Ton nachsingen, so dass nun dieselbe natürlichauch einen Takt später als die anführende Stimme scbliesst; eine

*) Th. llj S. 453 des Lehrbuchs.