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men für Variation benutzt werden, so wird das Thema zum Haupt-satze der neuen Form erhoben und das Weitere frei (oder aus an-ders gewendeten Motiven des Hauptsatzes) zugesetzt. Weniger ge-schickt und darum seltner gebraucht ist übrigens zu solcher Ver-wendung die Sonatenform, weil diese eigentlich zwei Hauptsätze(oder gar Hauptpärtien) hat, nebst mancherlei Nebensätzen undGängen, mithin das Variationenthema eine nur untergeordnete Be-deutung behaupten kann.
Ebenfalls nur oberflächlich ist einer dritten Form, die wirVaria tionenfinale
nennen wollen, zu gedenken. Sie besteht darin, dass das Themain mehrmaliger Wiederholung, einfach oder auf mannigfache Weisevariirt und in verschiednen Tonarten mittels blosser Modulation oderdurch verbindende Gänge zu einem grossem Ganzen erhoben wird.Bestimmtere Ordnung ist hier nicht sichtbar; vielmehr gehört einsolches Tonstück in die Kategorie
der Phantasie
(von der ebenfalls weiterhin die Rede sein wird), kann aber auchvon den bestimmtem Formen des Rondo u. s. w. diese oder jeneWendung entlehnen.
Die letzten Formen für Variation fassen sich als3. Umwandlungen in polyphone Kunstformenzusammen. Das liedförmige Thema soll Stoff geben zu polyphonemSatze.
Denken wir zuerst der wichtigen Fugenform, so ist klar,dass das Variationen-Thema nun Fugenthema werden soll,dass aber selten oder nie ein Variationenthema dazu sofort und ganzgeeignet ist. Man wird sich also nur an einen Theil desselben(wahrscheinlich die ersten Motive) zu hallen und diesen nach denErfodernissen des Fugensatzes umzubilden und zu benutzen haben.Unser Thema z. B. könnte in folgender Weise
Tö ^
verwandelt und — bei der Buntheit seiner nunmehrigen Gestalt —in einer dreistimmigen (oder zweistimmigen) Fughette ausgeführtwerden.
In dieser Weise hat Beethoven sein in No. 37 angeführtes