weichendem, aber naheliegendem Inhalt anschliessen wird. So wür-den aus den zwei ersten Takten des Thema’s (dem Motiv e, d , c)vier Doppeltakle — aus Zweiviertel- Viervierteltakt — gewordensein; die nächsten zwei Takte (das Motiv e, d) würden, wahr-scheinlich auf der Dominante, gleiche Ausführung erfahren, und nachdiesen zwei Abschnitten würde aus den letzten Takten des Thema’sin gleicher Erweiterung — also auf acht Takte — der Schluss desersten Theiles,' wahrscheinlich in der Dominante, gebildet. Dannmüsste ein zweiter Theil nach bekannten Grundsätzen geschaffenwerden; er könnte auf der Dominante oder einem fremdem Tone(z. B. der Parallele derselben, jEmoll, oder — da der Mollkaraktervielleicht dem hellen Wesen des Hauptsatzes nicht entspricht — inder Parallele der linierdominante) mit dem umgekehrten Motiv auf-treten, —
I—I— ß-
und da sich in der ganzen Breite des Hauptmotivs oder vielmehrersten Abschnitts (von vier Takten) festsetzen, oder in entschied-nerer Weise (wie hier geschehn) und mit schnellerer oder keckererModulation vorschreiten*).
Dergleichen Umgestaltungen sind übrigens so oll dagewesen,dass wir sie mit diesem Wenigen für abgelhan erachten und zu den
2. Uebertragungen in eine grössere Formfortschreiten.
Hiermit sind zunächst Rondo- und Sonatenformen ge-meint, deren nähere Bekanntschaft wir in den folgenden Ablheilungenmachen werden. Bis dahin muss ihre Anwendung auf die Variationunterbleiben, und wir bemerken nur zur Orientirung, dass in beidenFormen ein (meist liedlörmiger) Hauptsatz sich mit Gängen und an-dern Sätzen zu einem Ganzen verbindet. Soll nun eine dieser For-
*) Wie sind wir auf die Tonarten .Emoll und £sdur geralhen? — Wirfassten den Hauplton der letzten Tonart und Harmonie (g) als Median te, alsTerz einer andern Harmonie und Tonart auf, folgten also einem altbekanntenharmonischen Motiv (Th. I, S. 219) zu modulatorischen Zwecken. Die Auffas-sung des letzten Hauptions als Quinte hat das geringere Resultat einer Modu-lation in die Unterdominante. Wohl aber können wir umgekehrt die Terz(Medianle) des letzten Akkordes zum Grundton erheben und damit in eine neueTonart, z. B. von g-h-d uach //moll oder II dur, gelangen.