andre überzuführen. Bisher, z. B. in No. 61 und 62 oder 57, istdies nach freier Laune geschehn; schon hierbei haben wir Melodieund Taktart geändert. Jetzt muss, wie sich von selbst versieht,die Aenderung dabin gehn, dem Thema die wesentlichen Züge undWendlingen der neuen Liedform, die man sich zur Aufgabe gesetzt,aufzuprägen. Sollte unser Thema z. B. in einen Walzer verwan-delt werden, so müsste es vor allem den rhythmischen Bau desWalzers in dieser —
u. s. w.
oder einer gehaltreichem Gestalt erhalten; zugleich müsste es —nach dem Herkommen dieser Form , denn uothw'endig ist es ihr nicht— zu einem zweitheiligen Lied erhoben werden, was wir eben-falls schon (Th. II, S. 69) gelernt haben.
Bei dergleichen Aufgaben wird nun die neue Form so wichtig,dass man noch weniger eng wie sonst an das Thema gebunden,dies vielmehr nur der erste Stoff zu einer gewissermassen neuenKomposition bleibt. Die freieste Verbrauchung der Motive ist hiernicht bloss statthaft, sondern auch nothwendig. Der vorige Versucheines Walzers ist z. B. schon wegen der Kürze der Melodie nichtwohl ausführbar; man müsste der Kantilene durch erweiterte Aus-legung der Motive —
erst eine genügende Weite geben. In ähnlicher Weise könnte dergeringen und engen Melodie der Marschkarakter —
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zugänglich werden; es ist, wie man sieht, das erste Motiv dreimalauf verschiednen Stufen wiederholt und dadurch ein rhythmischesGlied von zwei Takten gebildet worden, dem sich ein gleich langes(wahrscheinlich mit a-cis-e-g nach ZJmoll ausgehendes) von ab-