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dingt. Die bereits erkannten Formen werden unter der Rücksichts-nahme auf die Organe, für die sie ausgeführt werden sollen, theilsnäher bestimmt, theils mannigfach umgewandelt; die im zweitenTheil aus den dort ('S. 9) angegebnen Gründen übergangenen For-men werden jetzt zur Anschauung und Anwendung gebracht, dieLehre von der Begleitung und selbst die Elementarlehre von Rhyth-mus, Melodie und Harmonie haben manchen Nachtrag zu erwarten.
Wer in den ersten Theilen den leitenden Grundsatz:
nicht Lehren und Lehrgegenstäude aufzuhäufen gleich aufge-speicherten Waaren, sondern ein Jegliches, soviel nur mög-lich und rathsam*), in organischer Entwickelung und an derStelle zu geben, wo es unmittelbar in Anwendung und Wirk-samkeit treten kann,
erkannt und beherzigt hat, wird auch jetzt nicht muthmassen, dasshiermit vergessene oder versäumte Lehrpuukte nachgebracht, son-dern, dass fernere Entwickelungen**) gegeben werden sollen, diefrüher unanwendbar, mithin müssig, störend und belästigend ge-wesen wären.
*) Vergl. Th. I, S. X, 9. Dass keine Lehre, überhaupt kein Wort denGegenstand in der ganzen Fülle seines Daseins auf Einmal fassen und darlegenkann,'versteht sich von selbst; aber sie muss so schnell und kräftig wie mög-lich über jede Abstraktion hinaus in die Fülle und Wirklichkeit des Lebensdringen, weil jede Abstraktion — nöthig oder unnöthig — dem Kunstwesen zu-wider, mithin dem künstlerischen Wesen und Leben des Jüngers störend, jaleicht sogar von bleibendem Nachtbeil ist. Nur der Ueberreichlhum der Gegen-stände der frühem Theile und die gewichtige und künstlerische Beschä r tigung,die sie dem Jünger bieten, hat uns (neben erheblichen methodischen Gründen)zu der Scheidung von reiner und angewandter Lehre im obigen Sinne vermocht.
**) Vergl. des Verf. ,,Die alte Musiklehre im Streit mit unsrerZeit“ S. 14 u. f., eine Schrift, deren Beherzigung besonders von Lehrendenund Vorgesetzten wir um der Wichtigkeit der Sache willen sehr wünschen, .—so schwer uns der Entschluss gefallen, sie zu schreiben, da in ihr derScheineiner persönlichen Polemik nicht vermieden werden konnte. Dass soMancher über diesen Schein nicht hat hinauskommen können, diese Polemikfür Zweck statt für die unvermeidliche Form einer zur Pflicht gewordnenLeistung im Dienste der Kunstlehre angesehn: das muss man zu ertragen undmit dem in der Tbat so häufigen Hineinspielen persönlicher Interessen in Kri-tik und Künstlerleben zu entschuldigen wissen. Der Verf. hat die Missdeutungvorausgesehn und um so ruhiger auf sich nehmen können, da sein ganzesfrüheres und späteres Wirken Beweise genug gegeben, dass er wohl Unbill er-tragen kann (wie es Bessere als er gemusst), nicht aber sich zu ihrer Ausübungoder auch nur zu ihrer Abwehr herbeilassen mag.