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3,1,2 (1877) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
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Gruppe III. Chemische Industrie.

(Experimentelle Untersuchungen und Beobachtungen über die Wirkung derSalicylsäure bei Diphtherie. Die Salicylsäure ist ein sehr wirksames Mittelgegen Diphtherie.) Dräsche, Wiener medicin. Wocliensclir., Hft. 26. (DieSalicylsäure istganz erfolglos gegen die wahre Diphtherie.) Ebstein u.Müller, Berl. klin. Wocliensclir. 1875, Nr. 5. (Verff. constatiren die Erfolglosig-keit der Salicylsäurebehandlung bei Diabetes mellitus.) Mosler, DeutschesArchiv f. klin. Medicin. (Es werden Ausspülungen des Darmcanals und Ma-gens mit Salicylsäurelüsung bei Behandlung gewisser interner Krankheitenempfohlen.) Steplianides, Wiener medic. Presse XVI, Nr. 14. (Verf.hat Salicylsäure gegen Dj'senterie und chronische Diarrhöe angewendet.)Wolffberg, Deutsches Arcli. f. klin. Medic. Bd. XV, Hft. 3 u. 4. (Verf.hat bei Einführung von Salicylsäure in den Organismus eine bedeutende Zu-nahme des Körpers im Harn beobachtet, aus welchem durch Reagentien dasIndigblau gebildet wird.) Buss, Centralbl. f. d. medic. Wissensch. 1875,Nr. 18. (Salicylsäure ist bei Typhus, Erysipelas etc. als Antipyretieum soausgezeichnet wie Chinin.) Deutsch. Arch. f. klin. Medic. Bd. XV, Hft. 6.(Ueber die Anwendung der Salicylsäure als Antipyretieum.) Salkowsky,Berlin, klin. Wocliensclir. 1875, Nr. 22. (Eine concentrirte wässerige Lösungvon Salicylsäure schiebt die faulige Zersetzung der Eiweisskörper wohl auf,verhindert sie aber nicht; Benzoesäure wirkt stärker antiseptisch.) Klein-mann, Deutsche Vierteljahrsschr. f. Zalmlieilk. Bd, XV (empfiehlt die Sali-cylsäure für die zahnärztliche Praxis). Ostermann, Deutsche Viertel-jahrsschr. f. Zalmlieilk. Bd. XV. (Gute Erfolge der Salicylsäurebehandlungbei Eiterung und Brand der Zahnpulpe, Stomakace und scorbutisclien Affee-tionen.) Kürb ringer, Zur Wirkung der Salicylsäure. Jena 1875. (Wir-kung der Salicylsäure auf die normale Temperatur und künstlich erzeugteFieber; klinische Beobachtungen.) Der innere Gebrauch der Salicylsäure alsantifebriles Mittel ist nicht angezeigt. Chemische und physiologische Eigen-schaften der Salicylsäure. Den ausführlichen Literaturangaben der für-br in geloschen Schrift ist ein Theil der Daten dieser Aufzählung entnom-men. Endemann, Americ. Chemist, 1865, Vol. VI, p. 46. (Nach einemUeberblick über die Geschichte der Salicylsäure t,heilt Verf. einige Versuchemit, die er mit Salicylsäure, mit Phenol und Kresol an faulenden und gäh-nenden Flüssigkeiten angestellt hat.)

P h t a 1 s ä u r e.

Unter den zweibasischen aromatischen Säuren ist es nur die Phtal-säure, C e H 4 (COOH) 2 , die in den letzten Jahren eine sehr hervorragendetechnische Bedeutung erlangt hat, seitdem Iirn. Baeyers Entdeckungder Phtalei'ne, der Verbindungen der Phtalsäure mit Phenolen, ein ganzneues Gebiet der Farbenindnstrie erschlossen hat.

Die Phtalsäure wurde zuerst von Laurent 1836 durch Oxydationdes Naphtalins, C 10 H s , mittelst Salpetersäure erhalten. Nicht nurNaphtalin seihst, sondern auch die meisten Substitutionsproducte des-selben liefern unter dem Einfluss der verschiedensten OxydationsmittelPhtalsäure. Sie bildet sich ferner aus Abkömmlingen des Antlira-C 0

ebinons, 0 6 II 4 qOCV, Id 4 , so durch Oxydation des Alizarins und