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3,1,2 (1877) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
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Bier.

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einem Kohlenwasserstoff 1 , C 5 H 3 ,und Valerol, C 6 Hio 0, zusammengesetzt.In grossen Mengen Wasser und Alkohol ist es löslich und soll nachBall in g das Hopfenharz in der Bierwürze löslich machen und dieNachgährung verlangsamen. -Versuche in Weihenstephan haben jedochdiese Annahme Ballings nicht bestätigt, indem directe Brau- undGiihrversuche mit entöltem dasselbe Resultat ergaben als mit unentöl-tem Hopfen.

Die Hopfengerbsäure hat nach Wagner grosse Aehnlichkeitmit der Gerbsäure des Kaffees und des Gelbholzes (Cafe-Gerbsäure undMorin-Gerbsäure). Uebrigens ist die Hopfengerbsäure noch nicht iso-lirt dargestellt. Auch haben alle Methoden der Gerbsäurebestimmung,die zumeist ursprünglich für die Prüfung von Gerbmaterialien erson-nen und auf den Hopfen anzuwenden versucht wurden, kein brauch-bares Resultat erzielt. Rautert giebt an, dass der Hopfen 1'8 bis4 p. C. Gerbsäure enthalte, die beim Kochen mit der Würze klärendauf dieselbe wirke, indem sie sich mit den leimartigen und stickstoff-haltigen Körpern zu unlöslichen Verbindungen vereinigt und diese da-durch aus der Würze entfernt. Dass ein gerbstoffhaltiger Körper imHopfen vorkommt, ist allerdings schon deswegen wahrscheinlich, weildie Gerbsäure im Pflanzenreiche überhaupt sehr allgemein verbreitet ist;ob aber im Hopfen eine namhafte Menge sich vorfmdet, das scheint nachAllem noch nicht bewiesen. Es ist sogar nicht unwahrscheinlich, dassdie Eigenschaften, die man dem Hopfen, beim Sieden 1 der Wiirze damit,seines Gerbsäuregehaltes wegen zuschreibt, einem ganz anderen Körperzukommen. Die Frage: wo die Gerbsäure ihren wesentlichen Sitz

hat, ob im Lupulin oder den Deckblättchen des Hopfenzapfens, ist fürden Brauer von besonderer Wichtigkeit, wenn die Gerbsäure die ihrbeigelegte Bedeutung wirklich haben sollte, da von mehrfacher Seite,Ives, Payen, Chevalier, die ausschliessliche Verwendung von Lu-pulin in der Brauerei befürwortet wurde. Uebergiesst man eine ganzeHopfendolde mit Eisenchlorid, am besten in alkoholischer Lösung, sobemerkt man, dass sich die Hopfenblätter schmutzig schwarz färben.Die Lupulinkügelchen behalten dagegen ihre reingelbe Farbe bei, sodass dieselben auf dem dunklen Deckblatte sehr abstechen. Dereigentliche Sitz der Gerbsäure ist also in den Deckblättchen, und willman im Hopfen den Gerbsäuregehalt ausnutzen, so ist der ganzenDolde vor dem Lupulin der Vorzug zu geben. Diese Ansicht wurdeauch namentlich von Wimmer vertreten, welcher die Menge derGerbsäure in beiden Materialien vergleichsweise zu bestimmen suchteund die der Doldenblättchen nahezu dreimal so gross als die des Lupu-lins fand.

Zieht man Hopfenstaub mit Aether vollständig aus, am vortheil-haftesten im sogenannten Extractionsapparate, wodurch also alle har-zigen Bestandtheile entfernt werden, so nehmen die Lupuliukügelchen

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