Die einzelnen Fächer. 4J
^ ir finden liier neben Philosophie, Naturwissenschaften, Medizin,Wörterbüchern vor allem Klassiker, aber auch Werke der deutschenRichtung. ])i ese Profanliteratur mufste natürlich gegen die theo-mgischen Werke zurückstehen, war aber doch auch stattlich vertreten,was schon wegen der Klosterschule nötig war. Die Perle diesesCaches, 107, ist ja wohl dem Kloster ohne sein Zutun zu teil ge-worden, wahrscheinlich auch nicht in ihrem besonderen Werte erkanntworden; ahnliches wird am Ende auch für die zwei andern „Minne-8:ln gerhandschriften" (10 und 87) und die dazu gehörige Handschrift~ nh - I, 28, sowie für Tangers Facetten 94 gelten. In diesem Sinne mögej|M>r auch der Gewinn angefügt werden, den weiterhin für die deutschePhilologie Weingartner Handschriften als Nebenertrag ergeben haben:«W sind hauptsächlich althochdeutsche Glossen in B 55, 110; C 5; G 3;11 5, 45, 56, 72, eine althochdeutsche Schreibernotiz in D 68, undne oen den schon an anderer Stelle erwähnten Handschriften F 55u »d 58 die deutschen Predigten in der aus Ulaubeuren stammendenWandschrift Anh. I, 46.
Die Erwerbung der Klassikerhandschriften wird dagegen eher einePlanmäi'sige gewesen sein und dem Kloster als Verdienst angerechnetwerden müssen, wie ja auch einige, besonders im 15. Jahrhundert, inWeingarten geschrieben zu sein scheinen. An Klassikern finden wirVe ''treten: Aristoteles, Cicero, Euclid, Juvenal, Sallust, Seneca, Terenzl 'nd Vergil. Einiges davon ist auch von der klassischen Philologieschon verwertet worden, vgl. 11 und 37. Neben diesen lateinischenHandschriften stehen keine griechischen. Ob Cc 23 wirklich Wein-garten gehörte, ist vielleicht nicht ganz aufser Zweifel. Jedenfalls ist° le Handschrift, die ja späterer Zeit anzugehören scheint, nicht imRöster geschrieben worden, und es ist nicht anzunehmen, dafs man?° rt im Mittelalter Griechisch konnte. Ebensowenig dürfte in den in^ 26 un d 93 enthaltenen Blättern mit hebräischem Text ein Beweis^afiir zu sehen sein, dafs in Weingarten im Mittelalter hebräische^"-dien getrieben wurden. In diesem Zusammenhang sei auch nocha« die slavische Handschrift Co 30 hingewiesen; ob sie jemals imRöster jemand lesen konnte? Als letzte AVissenschaft von denen,a ' e im Fache K ihre Stelle gefunden hatten, ist noch die Medizin zuJuanen; neben den verschiedenen Arzneibüchern dürften sich zwei.[arulschrii'ten, 42 und besonders 52, als nicht unwichtig für die'«schichte der Medizin erweisen.
ßeih e f t
4L