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Das Martyrologium des Nürnberger Memorbuches
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431
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faxe (Personen unter 13 Jahren 1 Gld., darüber 2 Gld.) und einejährliche Quote von 20 rhein. Gld. an die kurfürstliche Kammer.

1470. Bodmann, Rheingauische Alterthümer II, 715. Urk.Adolfs II. d. d. Sonntag nach Laurentii (10. Aug.) 1470: „WirAdolf .... als wir nächst um reddelich Yrsach willen allenvnd iglichen unsern Juddenburgern, Iren Kinden, vnd Ge-sinden vnser Trostunge und Geleyde uff- und abegesagt haben,also, dass sie nach diesen nestkomenden S. Michelstag liinfurfurter In vnsern Stedten, Slossen, Dörffern, Wylern, Landenvnd Gepieten nit mee wonen, wandeln, oder sich enthaltensollen: daß wir, vß sunderlicher Yrsach bewegt, gegonnet vndei’laubt haben, vergönnen und erleüben geinwertiglich mit Craftdieß Br. vnserme Judenburgern Mosse von Nüsse'), vnd Mossevon Noremberg, Yinelman * 2 ), Salman Digmule, Josep Dietzsche,vnd Josep von Lorsch, Sara vnd Süszkint Ir Eyden zu Osterich,Yifis, vnd sin sone Gotschalk, vnd Samvel zu Eltuil, Kötzer 3 )zu Waldaffe 4 ), vnd Lini vnd sin Son zu Algenslieim, daß siemit Iren Ilußfrauwen, Kinden und Brotessen furter ein Iarlangk .... in vnserm Lande, dem Ryngamve husen vnd wonen;vnd wir geben Ine diese obbestimpte Jare eyn sicher fry strakGeleyde, inmassen sie dan bißhere gehabt haben, doch mit demYndersclieide, daß sie, dwyle und darentbinnen uf Gesuch nitußliehen, wuchern, ader sust eynicherley ander Handlungentryben sollen; auch so mögen die benannten Juden, vndIr iglich sich, Ir Kynde, Gesinde, vnd wem sie dasfurter gunnen wollen, ob vnd was darbinnen der ob-bestimpteu Zyt Todes abegeen wurde, uff den Judensandby vnser Stat Mentze gelegen, begraben lassen.“

1492. Schaab a. a. 0.134ff.: Urk. des Erzbischofs Bertholdvom 26- März 1492, laut welcher der Judensand gegen 6 Gld. unddas kalte Bad gegen 3 Gld. p. a. einem fremdeu Juden Isak injährliche Pacht gegeben wird. Darin wird befohlen: „keinJuden, jung oder alt uf den Juden Saude lassen begraben, erhabe das dann solchs zuvor unserm Rentmeister angesagt undsich mit demselben des Begräbnis halber vertragen“.

‘) Neuss.

2 ) Lies Vivelman.

*) Vprname, zu G-czze gehörend (s. S. 396), vielleicht auch Zuname, welchersich im 15. Jahrhundert (hebr. "isip, ital. Koeer, vielleicht auch Cuzzeri) in Italienfindet, vgl. Kaufmann in Revue des etudes juives XXXI, 292, XXXIII, 312.

4 ) Walluf.