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Das Martyrologium des Nürnberger Memorbuches
Entstehung
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Die Opfer der Verfolgungen.

1096 — 1349 .

Speyer. s. 0.

Sabbat, 8. Ijar 4856 [Sonnabend, 3. Mai 1096].

[Die Namen der während des ersten Kreuzzugs in Speyererschlagenen Märtyrer verzeichnet unser Martyrologium nicht, wieirrtümlich Quellen II, 84, N. 33 und 35, angegeben wird. IhreZahl schwankt in den überlieferten Berichten. Während Kalony-mos b. Juda in seinem, mit den Worten ’iJ'NI jn 1 '12 be-

ginnenden Klageliede über die in Speyer, Worms und Mainz ver-übten Greuel zehn Opfer bezeichnet (rntt'ji crto ij/’Uj '12b jb ■’jrDi«meine Priester und meine Jünglinge — zehn insgesamt — wurdendem Tode geweiht») und so mit Elieser b. Nathan, (Quellen II,

154, 155) übereinstimmt, sprechen Salomo b. Simeon (Quellen II,

84, 143), dessen Bericht ursprünglich die namentliche Erwähnungder Umgekommenen vorausging (Quellen II, 81, N. 1), und der Ano-nymus der Darmstädter Hds. (Quellen II, 171) von elf. Nichteinedieser Quellen führt Namen an. Dies geschieht nach ungedruckten,angeblich in der Oxforder Bibliothek, Collect. Oppenh., und inseiner Hdss.-Sammlung aufbewahrten Aufzeichnungen von Carmolyin den Zeitschriften «Ben Chananja» VII, 91, und «Israelit» VII, 495.Dieser Bericht lautet wörtlich: «Als am heiligen Sabbat, den8. Ijar 4856, 3. Mai 1096, die zügellose Rotte der Kreuzfahrer inSpeyer erschien, da flüchtete sich schnell die wehrlose Gemeindeder Israeliten in die Gemächer des bischöflichen Palastes. Durchdie Vermittelung des Gemeindevorstehers R. Mose b. Jekutielrettete sie der fromme Bischof Johann ( Johannsen). Er zog gegendie Kreuzzügler mit grofser Macht und liefs einigen Stadträten,die sie begünstigten, die Hände abschlagen. Nur zehn fielen indie Hände der rohe n Wallbrüder, nämlich: R. Juda hakohen,seine Frau Hanna und ihr Sohn Mose hakohen; R. Judaben Meschullam, Meschullam ben David, Sabbatai benKalonymos, der Einnehmer R. Juda hasaken, sein SohnMichael und seine Tochter Judith, Frau Bruna, Gattindes R. Samuel ben Benjamin. Allein R. Juda hasaken muntertesie zur Festhaltung ihres Glaubens auf und erinnerte sie an dievielen Heiligen, die sich für ihre Religion opferten. Da fielen dieElenden über den ehrwürdigen R. Juda hasaken her, töteten ihn unddie anderen Unschuldigen ohne Erbarmen. Indessen vermifste die