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decken, überzeugt, dass der Ordner des Martyrologiums, Isak1). Samuel aus Meiningen, die Ortsnamen mit peinlicher Ge-nauigkeit wiedergegeben hatte, versuchten wir zuvörderst ausanderen Aufzeichnungen seine Orthographie zu stützen und dannin dem ma. Schrifttum einen entsprechenden Ortsnamen zu ent-decken. Bei Salomo b. Simon finden wir: Nl'AN (Qu. II, 20),bei Elieser b. Nathan: und (Qu. II, 42,
45), in dem Wormser Manuskript (Adler in Isr. Annalen 1839,S. 92): iTTO^kS', bei Joseph hakohen, Emek habacha, ed. Letteris,19: (in der Hds. der Alliance isr. univ., mitgeteilt Revue
des etudes juives XVI, 52: rnD^N), in desselben Dibre hajamimcd. Amsterd. 6a: nT’jbw' (diese La. hat auch Gedalja ibn Jachja,Schalsclielet hakabbala ed. Venedig, fol. HO * 2 , ed. Amsterd. 90b,was Gr ätz VI 2 , 399 übersieht und mit dem daselbst spätergenannten = Gelre = Geldern verwechselt), im Machsor-
Mskr. Oxford, Mich. 328, olim 537 (Neubauer, Catal. n° 1108,Revue IV, 29): und im Cod. Halberstam - Epstein (s. unsereEinleitung und S. 79): Alle diese Lesarten, bei denen
das zweimal vorkommende “I Schreibfehler für 1 ist, bestätigendie Orthographie des Martyrologiums. Wo aber war dieserOrt zu finden und welche charakteristischen Schilderungenälterer Berichte konnten uns auf die rechte Spur führen? Vonvornherein war klar, dass er in der Nähe der anderen Zufluchts-stätten und zwar bei Neuss liegeu musste (s. S. 134 und dasCitat aus Alb. Aquen. bei Aronius, Regesten 91, n° 190), fernerging aus den Kreuzzugsberichten Salomos b. Simon und Eliesersb. Nathan hervor, dass er 1096 befestigt war, denn beide nennenihn 'N "p2 '), und der letztgenannte Autor erzählt von R. Peter,dass er sich daselbst von einem Turme herabgestürzt habe (Qu. II,42). Nun findet sich in der That bei Neuss, im früheren StifteGerresheim ein Ort, der einst den Namen Elnere führte und einesehr alte Burg hatte 2 ). Dieses Elnere, das Oesterley a. a. O.156 nicht zu bestimmen wusste, ist in mittelalterlichen Quellenmehrfach erwähnt (1156 Nobilis Gumpert de Einer: Lacomblet,
heisst in der Sprache des Talmuds eine mit Ringmauern umgebeneStadt, auch Feste und Burg. Letzteres ist wohl liier, wie auch an anderenStellen der Kreuzzugsberichte, gemeint. Das hebr. CCTE niT'JJ ent-
spricht dem in ma. Quellen vorkommenden „oppida, castella et villae“. Hierauserhellt, dass fcn niE’ED D’D ’EXS (Qu. II, 18, 41) den mit AVasser gefülltenBurggraben bezeichnet, was dem Übersetzer entgangen ist.
2 ) Gütige Mitteilung des Herrn Dr. Keller vom städt. Archiv in Köln.