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Das Martyrologium des Nürnberger Memorbuches
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werke Josephs hakolien: Emek habaeha und Dibre hajamim.und von hier in das Buch Schalschelet liakabbala des Gedaljaibn Jachja übergegangen. Diese Relationen lagen Grätz vor,als er seinen Exkurs „Die Judenverfolgung des ersten Kreuz-zugs“ scln’ieb (Bd. VI 2 , 393 ff.). Er entzifferte die Namen jenersieben Ortschaften, in welchen die Juden Kölns statt der er-hofften Kettung den martervollsten Tod fanden, in folgenderWeise: NitOl "lSD, N2inp;p i ?2’'ll "12, "12, N~u6\N 122, N£2 j1,

NTC, NJ312 = Neuss, Wevelinghofen, Altenahr, Dorf Altenahr,Sinzig?, Mors? und Kerpen. Nur drei dieser Orte hat Grätzrichtig wiedergegeben: Neuss, Wevelinghofen und Kerpen, vondenen unser Martyrologium die Liste der Erschlagenen bringt.NTO in Mörs umzuschreiben, will Grätz aus geographischenGründen nicht recht Zusagen; aber auch die Orthographie hätteihn in seinem Zweifel bestärken können, denn Mörs erscheint in ma,Urkunden nur als Murse, Mursa, Moersa und Moerse (s. Oester-ley a. a. 0.453), nie aber als Mere, was vielmehr identisch istmit Mehr, einem Dorfe im rlieinl. Kr. Cleve. Xanten, in denQuellen NEU genannt, rechnet Grätz nicht zu den erwähnten siebenOrtschaften der Diözese Köln, sondern hält es für Sinzig, weilnach seiner Ansicht „die Kreuzzügler den Weg von der NäheRheinbachs bis Xanten im Norden unmöglich an einem Tagezurücklegen konnten“ 1 )- Zu dieser Folgerung musste Grätzsich bequemen, weil er in Altenahr zu finden glaubte 2 ).

Schon die Stelle in dem Bericht Eliesers: DH Ett* „es

giebt zwei Elinere“, worauf wir später noch zurückkommenwerden, hätte ihn vor diesem Irrtum bewahren müssen, dennzwei Altenahr hat es nie gegeben, auch war 1096, bezw. iuder ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts, als die beiden hebräischenKreuzzugsberichte abgefasst wurden, der Name Altenahr (liebr.

s. S. 4 und 26), der erst nach der Erbauung von Neuen-ahr aufkam, noch nicht im Gebrauche, sondern nur Are. Diesaber konnte mit dem N“i;?3 l AS' unserer Quelle sich unmöglich

9 Vgl. S. 138.

ä ) Bei Adler in Jost, Isr. Annalen 1839, S. 92, und Jellinek, Zur Gesell,d. Kreuzzüge IV: Andernach, bei Ellenberger, Die Leiden und Verfolgungender Juden, 2. Aufl. 30: Neersen; in Q,u. II, 121, N.219, wird das zweite ver-meintliche Altenahr ohne Begründung mit dem jetzigen Altliofen bei Jülich con-fnndiert. Vgl. noch Wiener, Emek habaeha S. 13, wo vorsichtiger Weise derName uniibersetzt bleibt, und S. 157, N. 49; desgl. Julien See (tC2H p 25 Lavallee des pleurs, 21 und 224), welcher die La. Grätz’ annimmt.

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