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Das Martyrologium des Nürnberger Memorbuches
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gebrauchten Namen jüdischer Frauen haben wir zwei Etymologien.Die eine, die bereits Zunz 51 angedeutet und Berliner, MagazinIX, 58, wiederholt hat, geht auf das mild, sprinze „Sperberweibchen“zurück, während die andere (s. u. a. B ab ad 8) das ital. esperanza,speranza zur Erklärung heranzieht. Letztere Ansicht dürfte uns aufdie rechte Spur führen. Noch heute werden am Bhein christlicheMädchen Sperentia nach der Heiligen gl. N. genannt und die Kose-form lautet hier „unser liebes, kleines Sprinzche“. Bezüglich derVerwendung von Sprinz’ als eines männlichen Begleitnamens (Berlinera. a. 0.) verweisen wir auf unsere Bemerkungen S. 220, N. 4.

Sprinzlin s. Sprinza.

Süskind, Ej’plfn, Bonn 1288, Rothenburg 1298 u. ö.

Die Orthographie dieses weitverbreiteten Namens in lat. Quellendes MA. s. beispielsweise bei Ilöniger, Schreinsurk. Laur. 2 IV 5,

6 und 7, Monum. boica XXXVII, n° 208, Lang, Reg. boica II, 153,Stern-Höniger, Judenschreinsbüch 218. Vgl. Zunz 42.

Susa, sNV'li Frankfurt 1241 u. ö.

Entweder vom mhd. süeze „süss“ oder Diminut. zum liebr.rutm „Susanna“ (Nekrol. I, 64b).

Suslin, pbcn m. Würzburg 1298.

Koseform zu Süss.

Susman, ptt-'H Würzburg 1298.

Tagar, “un Nürnberg 1349.

Die neuhebr. Übersetzung von Kaufmann, welches seinerseitsaus Jakob (s. d.) entstanden ist. Doch kann auch die wirklicheBedeutung zu Grunde liegen (Bahad a. a. 0. 7).

Taube, N2 Vl 3 Kitzingen 1298, fQlE Nürnberg 1349, NZflE Worms1349.'

Die erste Schreibung entspricht dem mhd. tübe, bezw. demniederd. Duve (Stern-Höniger a. a. 0. n° 344ff.; auch das Dywaleu. ä., das. Register 193, ist als Koseform zu T. hierher zu rechnen).

Tkeodricli, (wohl “piyn zu lesen) Würzburg 1298.

Bekannt sind: Thiderich judeus in Köln, Mitte des 12. Jahrh.(Aronius, Regesten n°259und260, Zeitschr. f. Gesell, d. J. in Deutschi.1,72), Tidericus judeus de Sconebeke, 1230(Aronius a.a.0.197, n°447,Hebr. Bibi. XII, 122). Die Formen Tlieatrich und Tliiatrich dürftennach den Beispielen bei Förstemann I, 1186 und 1188 selten ge-braucht sein.

Thiroel, Worms 1349.

Anscheinend eine hebr. Büdung, welcher der Eigenname Dyrel,1334 und 1338 in Strassburg, zuzuweisen sein dürfte (Urkunden!). d.St. Strassburg V, n° 33, n° 88, Revue II, 88).

Tilia s. Ottilia.

Tilin s. Ottilia.

Trina, W*it2 AVorms 1349.

Dieselbe Orthographie in einem Scheidebriefe aus Bray-sur-Seine