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Compendium der Psychiatrie : zum Gebrauche für Studirende und Aerzte
Entstehung
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Dementia senilis.

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an- und auszukleiden, finden ihr Bett nicht, sind zu deneinfachsten Verrichtungen unfähig, dabei aber meist leichtlenksam und gutmüthig heiter.

Ausser der regelmässigen Beeinträchtigung des Schlafesweisen die Kranken meist noch mannigfache nervöseStörungen auf, in denen sich die tiefgreifenden Verände-rungen in der Hirnernährung kundgeben. Häufig sind halb-seitige Paresen der Hirnnerven (Facialis, Hypoglossus), auchder Extremitäten, und ähnliche Herdsymptome, die aufBlutungen und Erweichungen im Gehirn b indeuten (Aphasie).Ferner beobachtet man oft Anfälle von verschiedenemCharakter, epileptiforme und apoplektiforme, je nach demSitze und der Art der verschiedenartigen Läsionen, die dassenile Hirn so leicht bedrohen. Die hauptsächlichste ana-tomische Ursache aller dieser Symptomenkomplexe scheintdie atlieromatöse Veränderung der Gefässe mit ihrenFolgen für die Ernährung der nervösen Centralorgane zusein; wenigstens ist sie bei weitem der regelmässigste Be-fund. In vorgeschrittenen Fällen findet man makroskopisch,wie mikroskopisch Atrophie der Nervensubstanz. DasHirngewicht ist verringert, das Volumen hat abgenommen(kompensatorische Schädelverdickungen und liydropische Se-rumansammlungen); die Windungen sind verschmälert. DieGanglienzellen erscheinen in verschiedener Weise degenerirt(fettig, pigmentös, verkalkt). Ausserdem trifft man gelegent-lich auf Erweichungsherde und Blutungen in Binde undMarklager; pachymeningitische Erkrankungen, namentlichHämatome, sind verhältnissmässig häufig.

Es liegt auf der Hand, dass diese anatomischen Ver-änderungen in manchen Punkten eine gewisse Analogie mitden Befunden der Dementia paralytica darbieten, insoweitsich aus denselben hier, wie dort eine fortschreitendeFunktionsunfähigkeit der Hirnrinde folgern lässt. In derTliat zeigen auch die klinischen Krankheitsbilder beiderStörungen vielfach eine grosse Aehnlichkeit mit einander,so dass bisweilen die Differentialdiagnose Schwierig-keiten macht. Wie schon früher aufgeführt, ist es haupt-sächlich das höhere Alter der Kranken, der langsamereVerlauf und das stärkere Hervortreten von Herdsymptomon,